Grundwasser - unter Beobachtung

Fragen

Der überwiegende Teil des bayerischen Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen. Deshalb ist es wichtig, dass wir das Wasser im Untergrund im Auge behalten und uns mit den Fragen auseinandersetzen,

  • welche Grundwassermenge uns heute und in Zukunft zur Verfügung steht,
  • wie es um die Beschaffenheit des Grundwassers bestellt ist.

Um diese Fragen zu beantworten, betreiben wir Grundwasser-Messnetze. Regelmäßige Messungen des Grundwasserstandes und chemische Analysen der Beschaffenheit bilden die Basis für Aussagen zum Zustand des Grundwassers in Bayern. Gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind in belasteten Bereichen seitens der Landwirtschaft Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erforderlich. Deren Wirksamkeit wird ebenfalls mithilfe der Grundwassermessnetze überprüft.

Bestimmung der Grundwassermenge

Quelle: Wasser tritt aus einer senkrechten, freiliegenden Gesteinsschicht aus Bild vergrössern Quellaustritt

An über 650 Grundwassermessstellen und Quellen werden kontinuierlich die Grundwasserstände und Quellschüttungen erfasst.

Bestimmung der Grundwasserqualität

Vorrichtung, mit der Grundwasser entnommen wird Bild vergrössern Probenahme an einer Grundwasser-Messstelle

An rund 500 Probenahmestellen wird die Beschaffenheit des Grundwassers untersucht. Beispielsweise werden Nitrat und Pflanzenschutzmittel analysiert.

Beispiel

Kartenausschnitt von Bayern, in dem farbig dargstellt ist, in welchen Gebieten im Bereich des unteren Mains das Grundwasser mehr als 50 Milligramm Nitrat enthält. Vor allem die nordwestlichen Gebiete enthalten weniger als 50 Milligramm Bild vergrössern Nitratwerte im Grundwasser

Ein Ergebnis der 2009 nach Wasserrahmenrichtlinie durchgeführten Zustandsbeurteilung ist ein flächendeckender Überblick über die mit Nitrat belasteten Bereiche, an denen die Qualitätsnorm von 50 Milligramm Nitrat pro Liter großräumig überschritten wurde (im Kartenausschnitt farbig markiert.

Daten