Was ist Umweltbeobachtung?

Bei der Umweltbeobachtung (= Umweltmonitoring) wird regelmäßig und systematisch erfasst, ob und wie sich Wasser, die Umwelt natürlicherweise und durch den Menschen verändern.

  • Was zum Beispiel passiert mit den vielen Stoffen und Schadstoffen, die durch Abgase und Abwasser, durch Hauhalte, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft ständig in die Umwelt gelangen?
  • Wie werden Natur und Landschaft durch Siedlungen, Verkehrswege, Klimawandel, Land- und Forstwirtschaft verändert?

Umwelt ist ein vielfältig verflochtenes Gefüge aus Wasser, Boden, Luft und Natur. Belastungen in einem Bereich haben daher Auswirkungen auf andere Bereiche und auf den Menschen – oft zunächst nicht vorhersehbar und zeitlich stark verzögert. Daher reicht es nicht, einfach nur (Schad-)Stoffgehalte zu ermitteln. Es muss auch untersucht, wie sich Stoffeinträge auf die Natur auswirken, wie Organismen darauf reagieren und wie sie die Wechselwirkungen zwischen Luft, Boden und Wasser beeinflussen.

Eine Pfeilgrafik zeigt die Ausbreitung von Luftschadstoffen Bild vergrössern Ausbreitung von Luftschadstoffen

Ausbreitung von Stoffen am Beispiel von Luftschadstoffen: In die Luft freigesetzte Schadstoffe gelangen als Staub oder mit Niederschlägen auf den Boden, in Gewässer und auf Pflanzen. Von dort breiten sich die Schadstoffe und ihre Umbau- und Abbau Produkte weiter aus.

Mit über 45 Umweltbeobachtungs-Programmen erfassen wir zum Teil rund um die Uhr, zum Teil in mehrjährigem Abstand den Zustand der Umwelt und bewerten die Auswirkungen von Umweltbelastungen. Die Programme umfassen über 9.000 Mess- und Beobachtungsstellen.

Die folgenden vier Karten zeigen die festen Monitoring-Punkte von 34 Mess- und Beobachtungsprogrammen.

Bayernkarte mit festen Monitoring-Punkten Bild vergrössern Monitoringkarte - Natur
Bayernkarte mit festen Monitoring-Punkten Bild vergrössern Monitoringkarte - Boden und Strahlung

Fragen, denen wir nachgehen:

  • Sind Wasser, Boden und Luft mit Schadstoffen belastet? Wie stark reichern sich Schadstoffe in Pflanzen und Tieren an?
  • Wirken Maßnahmen zur Luftreinhaltung?
  • Bei Belastungen des Bodens: Beeinträchtigen sie das Grundwasser?
  • Gewässer wurden in der Vergangenheit vom Menschen stark verändert: Verbessert sich ihr ökologischer Zustand?
  • Wie entwickelt sich die biologische Vielfalt bei Tieren und Pflanzen? Führt der Klimawandel zu einer Verschiebung des Artenspektrums?
  • Wie ist es um die Menge und die Verteilung des Wassers bestellt?
  • Drohen Naturgefahren wie Hochwasser?

Umweltmonitoring ist eine so grundlegende Aufgabe, dass sie auch im Bayerischen Naturschutzgesetz und im Wassergesetz verankert ist und die Europäische Union hierzu Richtlinien erlässt.