Radioaktivität - unter Beobachtung

Fragen

Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 erhöhte sich in Bayern die Umwelt-Radioaktivität messbar. Vorsorglich überwachen wir bayernweit Gammastrahlung und radioaktive Stoffe in der Luft, um festzustellen,

  • ob die Belastung innerhalb des Normal-Niveaus liegt und was an Auswirkungen von Tschernobyl noch feststellbar ist,
  • wie belastet die Natur, insbesondere Futter- und Lebensmittel, ist.

Ziel ist, erhöhte Radioaktivität möglichst früh zu erkennen, um davor warnen und den Ursachen nachgehen zu können.

Wie wir messen

Mit zwei automatisch Alarm gebenden Messnetzen überwachen wird rund um die Uhr die Radioaktivität in Bayern.

Das Immissionsmessnetz für Radioaktivität (IfR) ermöglicht mit rund 30 Stationen eine flächendeckende Überwachung der Radioaktivität. Die meisten Messeinrichtungen sind an Stationen des „Lufthygienischen Landesüberwachungssystem Bayern“ (LÜB) eingerichtet.

Solarbetriebene, auf einer Grasfläche stehende Sonde zur Messung der Gamma-Dosisleistung Bild vergrössern Solarbetriebene Sonde zur Messung der Gamma-Dosisleistung

Im Umfeld von Kernkraftwerken haben wir das Kernreaktor-Fernüberwachungssystem (KFÜ) installiert. Mit stationären Sonden wird die Gamma-Dosisleistung überwacht.

Zusätzlich werden gezielte Messungen durchgeführt und repräsentative Umweltproben auf radioaktive Belastungen hin untersucht.

Beispiel: Kernkraftwerk Grafenrheinfeld

Grafik, die eine 48-stündige Messperiode einer Sonde zeigt, die um das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld die Gamma-Dosisleistung misst. Die Messwerte liegen meist unter 12 Mikrosievert pro Stunde und immer unter 16 Mikrosievert pro Stunde Bild vergrössern Umgebungs-Äquivalentdosisleistung

Die Grafik zeigt eine 48-stündige Messperiode von einer der 12 Sonden, die die Gamma- Dosisleistung um das Kernkraftwerk überwachen. Alle Messwerte liegen im Bereich des natürlichen Niveaus (bis 0,300 µSv/h).

Daten