Wirkung: Moos

Passives Biomonitoring mit Moosen

Bemooster Baumstamm Bild vergrössern Ein mit epiphytischem Moos bewachsener Baumstamm

Um die räumliche Verteilung und die zeitliche Entwicklung der Metall-Belastung abbilden zu können, wird seit 1981 ein bayernweites Moos-Messnetz betrieben. Beprobt wird das epiphytisch an Laubbäumen wachsende Moos der Art Hypnum cupressiforme. Im Ein- bzw. Zwei-Jahresrhythmus - seit 2007 alle drei Jahre - werden jeweils im Herbst an fast 300 Standorten (im 16 km x 16 km Raster) Proben genommen. Dieses passive Biomonitoring hat den Vorteil, dass eine Vielzahl von Standorten beprobt werden kann, ohne den großen Aufwand einer speziellen Pflanzenanzucht und -betreuung leisten zu müssen.

Das Moos-Monitoring liefert vor allem Aussagen über langfristige Entwicklungen. Es werden die Elemente Aluminium, Antimon, Arsen, Barium, Beryllium, Blei, Cadmium, Cäsium, Cer, Chrom, Eisen, Gallium, Kobalt, Kupfer, Lanthan, Mangan, Molybdän, Nickel, Quecksilber, Rubidium, Selen, Strontium, Thallium, Thorium, Titan, Uran, Vanadium Wismut, Zink und Zinn analysiert.