Einträge und Anreicherung von Schwermetallen

Schwermetalle wie z.B. Blei, Cadmium, Kupfer oder Nickel werden als natürliche Bestandteile aus der Erdkruste und durch Aktivitäten des Menschen in die Umwelt eingetragen. Anthropogene Quellen sind beispielsweise die Kunststoffverarbeitung, die Metallveredelung und der Verbrauch fossiler Brennstoffe. Auch über Klärschlämme, Agrochemikalien oder Abgas-Katalysatoren können Metalle in Ökosysteme eingetragen werden.
Metalle werden aus der Atmosphäre in Böden bzw. Pflanzen eingetragen und innerhalb der Nahrungskette direkt oder über den Verzehr von Fleisch vom Menschen aufgenommen.
Eine Reihe von Schwermetallen reichert sich auf diesem Weg an und führt ab einer bestimmten Konzentration zu Schädigungen von Boden, Pflanze, Tier oder Mensch. Ziel muss es sein, die Zufuhr von Schwermetallen auf ein niedriges Niveau zu reduzieren.
Da die Eintrags- und Verbreitungspfade für Metalle sehr vielfältig sind, wird am LfU ein wirkungsbezogenes Monitoring für zahlreiche Metalle durchgeführt. Dabei werden neben den Metalleinträgen durch Niederschläge auch die Metallanreicherung in standardisierten Graskulturen sowie in landesweit beprobten epiphytischen Moosen untersucht.