Organische Sachstoffe

Anreicherung von organischen Schadstoffen

Viele organisch-chemische Schadstoffe sind wegen ihrer Langlebigkeit, Giftigkeit (Toxizität) und weltweiten Verbreitung eine Belastung für die Umwelt geworden. Quellen dafür sind z.B. Industrieanlagen, Kraftfahrzeuge und Heizungsanlagen (sogenannter Hausbrand). Unsere Umweltbeobachtung ist insbesondere auf Dioxine und Furane, polychlorierte Biphenyle (PCB) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) fokussiert.

Die Emissionen der genannten organisch-chemischen Schadstoffe werden in Deutschland durch Grenzwerte geregelt (Dioxine, PAK) oder durch Herstellungsverbote (PCB) reduziert. Durch ihre physikalisch-chemischen Eigenschaften und den Ferntransport in der Atmosphäre ist eine Umweltbelastung dennoch weiterhin gegeben.

Akute Schadwirkungen sind bei den derzeitigen Hintergrundeinträgen zwar nicht bekannt, doch beinhalten die Langzeitwirkung oder mögliche ökotoxische Kombinationswirkungen ein potenzielles ökologisches Risiko.

Dioxine und Furane

Dioxine und Furane entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei der Verbrennung organischer Stoffe in Gegenwart von Chloriden. Bei der Müllverbrennung trug dies in den 1980er-Jahren zur Verbreitung von Dioxinen und Furanen in der Umwelt bei. Inzwischen sorgen Filteranlagen für die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte. Dagegen kann beim Hausbrand nicht von einer Entwarnung der Dioxinproblematik gesprochen werden, was den Verdacht auf die illegale Entsorgung von Privatmüll über die Hausfeuerung lenkt. Anlagen der Metallindustrie tragen mit ihren thermischen Prozessen ebenfalls zur Dioxinbelastung der Umwelt bei.

Der Eintrag von Dioxinen und Furanen in den Boden und über den Luftpfad in die Pflanzen führt über die Nahrungskette schließlich zu einer Anreicherung im Menschen und kann eine Reihe gesundheitsschädigender Wirkungen auslösen.

Polychlorierte Biphenyle (PCB)

Ein ähnliches Risiko für Mensch und Umwelt weisen die PCB auf. Im Unterschied zu den Dioxinen und Furanen sind sie jedoch bewusst von der Industrie in bestimmten Bereichen zum Einsatz gebracht worden. Als Schmierstoffe, in Farben, Dichtungen und Weichmachern sind sie damit genauso ubiquitär (= allgegenwärtig) verbreitet wie die Dioxine und Furane.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Die PAK sind Bestandteil von Verkehrsabgasen und entstehen unter anderem bei der Kokserzeugung und der Holzverbrennung (Hausbrand). Sie binden sich an Ruß und Staubpartikel. Einzelne Verbindungen gelten als stark krebserzeugend.