Luft - unter Beobachtung
Fragen
An den über 50 Stationen des "Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern" (LÜB) überwachen wir bayernweit die Luftqualität und messen, ob und wie stark die Luft mit Schadstoffen belastet ist. Erfasst werden Feinstaub, Stickstoffoxide, Ozon, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Kohlenwasserstoffe und Schwefelwasserstoff. Anhand der Daten und mit Hilfe von Ausbreitungs- und Prognosemodellen treffen wir Aussagen darüber,
- ob Grenzwerte überschritten sind und ob Warnhinweise an die Bevölkerung herausgegeben werden müssen,
- ob längerfristige Maßnahmen zu Luftreinhaltung nötig sind,
- wie sich die Schadstoffsituation in den nächsten beiden Tagen entwickelt,
- ob Maßnahmen zur Luftreinhaltung wirken.
Feinstaub analysieren wir im Labor auf Inhaltsstoffe, um Schadstoffkonzentrationen zu überwachen und Hinweise auf die Feinstaubquellen zu erhalten.
Wo wir messen. Wie wir messen.
Die über 50 fest installierten LÜB-Stationen liegen straßennah in Innenstädten, in Stadtrandzonen und Industriegebieten sowie in ländlichen Gebieten. Luftmessfahrzeuge und mobile Stationen liefern zusätzliche Daten.
Über Ansaugleitungen auf dem Dach der Messstationen wird kontinuierlich Umgebungsluft angesaugt. Im Innern der Station bestimmen automatisch arbeitende Analysegeräte die Schadstoffgehalte.
Beispiel: Schwefeldioxid
Die abfallenden Linien zeigen den Erfolg langjähriger Maßnahmen zur Luftreinhaltung. Seit den 1980er-Jahren ist die Schwefeldioxidbelastung der Luft erheblich zurückgegangen, weil Kraftwerke und Industrieanlagen mit Abgas-Entschwefelungsanlagen nachgerüstet und Kraftstoffe entschwefelt wurden. Bei anderen Luftschadstoffen sind aber noch große Anstrengungen nötig. So werden die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid an stark verkehrbelasteten Stellen noch häufig überschritten.
Daten
- Messwerte der LÜB-Stationen, Lufthygienische Jahresberichte
- Lage und Beschreibung der einzelnen Messstationen
