Boden - unter Beobachtung
Fragen
Durch Verschmutzung und nicht angepasste Nutzung können Böden nachteilig beeinflusst werden und so Mensch und Umwelt gefährden. Mit der Boden-Dauerbeobachtung erhalten wir Antworten auf die Fragen,
- wie sich Bodeneigenschaften und Bodenbelastungen auf natürlichem Wege verändern,
- welche Umweltbelastungen unsere Böden gefährden und welche negativen Auswirkungen damit verbunden sind.
Untersuchungsmethoden
Seit 1986 werden an 60 Boden-Dauerbeobachtungsflächen der Bodenaufbau und die Standorteigenschaften beschrieben sowie die Böden auf ihre Gehalte an (Schad-) Stoffen untersucht, unter anderem auf organische Schadstoffe (z. B. Dioxine) und anorganische (z.B. Schwermetalle wie Blei und Radionuklide wie Cäsium 137). Anhand von Veränderungen der Gehalte können wir Risiken für Mensch und Umwelt erkennen.
Die Boden-Dauerbeobachtungsflächen sind 50 mal 50 Meter groß. Anhand eines Bodenprofils wird der Bodentyp bestimmt.
Bodenproben werden bis in etwa ein Meter Tiefe entnommen (links), im Labor untersucht und anschließend bei -18 °C im Probenarchiv (rechts) langfristig gelagert.
Beispiel Cäsium
Die dauerhafte Beobachtung der Böden zeigt: Die durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (1986) verursachte Belastung durch radioaktives Cäsium 137 ist in den oberen Bodenschichten deutlich zurückgegangen, zum Teil wurde sie in tiefere Schichten verlagert. Dennoch können in einzelnen Gebieten Bayerns Pilze und Wildfleisch stark mit Cäsium 137 angereichert sein.
