Umweltberatung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Menschliches Handeln gilt für viele der aktuellen Herausforderungen im Umweltschutz als eine Schlüsselursache. Dies zeigt sich beim Konsumverhalten des Einzelnen genauso wie beim Energiehunger der Weltstaatengemeinschaft. Die Debatten um globale Erwärmung, um nachhaltiges Wirtschaften und Verknappung wichtiger Ressourcen haben eine große Sensibilität für Umweltschutzthemen in der Bevölkerung hervorgerufen.
Doch zwischen Umweltbewusstsein und richtigem Handeln klaffen Welten. Daher ist es ebenso wichtig, beständig über die Wirkungszusammenhänge aufzuklären, wie auch den persönlichen Nutzen und konkrete Handlungsbeispiele aufzuzeigen, um bestehende Unsicherheiten überwinden zu helfen.

Viele bayerische Gemeinden setzen den Auftrag aus Art. 141 Bayerische Verfassung, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes zu erhalten und dauerhaft zu verbessern, durch Bereitstellung von geeigneten Informationsmaterialien und durch Unterstützung und Förderung von Angeboten der Umweltbildung – sowohl im schulischen und außerschulischen Bereich wie auch in der Erwachsenenbildung – um.

Herausforderungen und Ziele

Sowohl die Themenpalette als auch die Formen zur Informationsvermittlung sind vielfältig. Die erfolgreiche Informationsvermittlung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie durch konkretes Handeln und gegebenenfalls nachhaltig veränderte Handlungsweisen wirksam wird.

Die Vorbildfunktion von Städten und Gemeinden ist dabei wichtig. Was in der Beratung angesprochen wird, sollte im Gemeinwesen bereits umgesetzt sein, damit es der praktischen Anschauung dient und die Bevölkerung motiviert, es gleichzutun. Beispielsweise gehört dazu abfallarmes Verhalten durch sparsamen Gebrauch von Büromaterialien in den Ämtern ebenso wie energiesparende Licht- und Heizsysteme in öffentlichen Gebäuden und ökologisch begrünte Freiflächen.

Die Erkenntnis, dass der Schutz der Ressourcen und deren gerechte Verteilung eng miteinander verbunden sind, hat die Weltstaatengemeinschaft bewogen, den Zeitraum von 2005 bis 2014 als Welt-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu erklären. Hier bieten sich auch für Gemeinden viele Anknüpfungsmöglichkeiten.

Im Sinne der Subsidiarität und zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements empfiehlt sich eine durch die Gemeinde begleitete Vernetzung der verschiedenen Akteure – von Kirchengemeinden über (Umwelt-)Vereine bis hin zu Bildungseinrichtungen.

Im Sinne eines Partnerschaftlichen Miteinander unterstützt der Freistaat vielfältige Aktivitäten unterschiedlicher Bildungsträger und –einrichtungen und setzt mit der Marke Umweltbildung.Bayern auch auf die Qualifizierung der Beteiligten. Geschulte Fachkräfte räumlich über Bayern verteilt sollen beitragen, uns alle für den sorgsamen Umgang mit den begrenzten Ressourcen zu sensibilisieren und zu motivieren.

In seinem Angebot UmweltWissen stellt auch das LfU Informationen speziell für Multiplikatoren in der Umweltberatung zur Verfügung.
Das LfU unterstützt Unternehmen beim betrieblichen Umweltschutz mit seinem Infozentrum UmweltWirtschaft.

Beispiele

Ansprechpartner

Als Ansprechpartner zu Maßnahmen der Umweltberatung stehen den Gemeinden vielfach die örtlichen Volkshochschulen zur Seite:

Für spezielle Fragen zur Umweltbildung stehen die Träger des Qualitätssiegels "Umweltbildung.Bayern" und die als Umweltstationen anerkannten Einrichtungen zur Verfügung: