Versiegelungsstudie

Flächenverbrauch ist nicht mit Versiegelung gleichzusetzen. Deshalb spricht man oft auch von Flächeninanspruchnahme, d.h. der Umwandlung von Freiflächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen. Diese enthalten auch unversiegelte Bereiche, wie beispielsweise Gärten, Parks, Friedhöfe und Sportflächen. Bundesweit wird der Anteil der versiegelten Fläche an der Siedlungs- und Verkehrsfläche anhand verschiedener Modelluntersuchungen auf durchschnittlich 40-50% geschätzt.

Pflanze zwischen Pflaster- und Asphaltweg Pflanze zwischen Pflaster- und Asphaltweg

Um für Bayern flächendeckend verlässliche Zahlen zur tatsächlichen Versiegelung zu erhalten, wurde im Auftrag des LfU eine Studie zur "satellitengestützten Erfassung der Versiegelung in Bayern" erstellt.
Mit dem Ergebnis der Studie werden erstmals für ein gesamtes Bundesland inklusive der untergeordneten Raumebenen konkrete Daten zur Versiegelungssituation bereitgestellt. Mit 47,2% liegt die versiegelte Siedlungs- und Verkehrsfläche in Bayern im Rahmen der bisherigen Schätzungen.
Nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassend für alle untersuchten administrativen Ebenen in Bayern die Werte der berechneten Versiegelungsmaße sowie deren Minimal- und Maximalwerte.

Werte der berechneten Versiegelungsmaße sowie Spannweiten in Bayern
Administrative Ebene Versiege-
lungsgrad der Siedlungs- und Verkehrsfläche [%] Max.
Versiege-
lungsgrad der Siedlungs- und Verkehrsfläche [%] Min.
Versiegelte Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Einwohner [m2] Max. Versiegelte Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Einwohner [m2] Min.
Bayern 47,2 277
Regierungsbezirke 50,9 44,6 414 190
Planungsregionen 52,1 42,2 557 141
Landkreise 56,9 36,7 637 145
Gemeinden 70,1 14,1 2308 77