Kommunales Flächenmanagement

Seit gut zehn Jahren arbeitet das LfU intensiv an der Entwicklung, Erprobung und Verbesserung von Methoden für eine flächensparende Siedlungsentwicklung. Ziel ist es, vorhandene Innenentwicklungspotenziale zu ermitteln, zu aktivieren und dabei insbesondere auch die Bedürfnisse von kleinen Kommunen zu berücksichtigen.

Hierzu wurde mit Beteiligung der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, des Bayerischen Gemeindetags und des Bayerischen Städtetags 2001 bis 2003 das Modellprojekt "Kommunales Flächenressourcen-Management" in 4 Modellkommunen (Pfaffenhofen a.d. Ilm, Baiersdorf, Stegaurach, Jengen) durchgeführt und eine gleichnamige Arbeitshilfe veröffentlicht.
Im Rahmen des Modellprojekts wurde auch die Anwendung von einfachen Verfahren der Bodenfunktionsbewertung erprobt; diese Ergebnisse wurden für die Erstellung der Arbeitshilfe "Das Schutzgut Boden in der Planung" genutzt.

In den darauf folgenden Jahren wurde das kommunale Flächenmanagement durch die Einbindung in kommunale Agenda 21-Prozesse, eine Methodik zur Klärung der Verkaufsbereitschaft bei Eigentümern von Baulücken und Leerständen, die interkommunale Anwendung und die Unterstützung durch eine Flächenmanagement-Datenbank systematisch weiter entwickelt.

Seit 2010 liegt die dritte Auflage der Broschüre "Kommunales Flächenmanagement" vor. In der neuen Auflage wurden die gewonnenen Erfahrungen der Praxisanwendungen beim Flächenmanagement sowie aus aktuellen Modellprojekten berücksichtigt.

Alle Aktivitäten werden eng mit dem "Bündnis zum Flächensparen" verknüpft und ressortübergreifend abgestimmt. Das Flächenmanagement ist ein integrierter Bestandteil der etablierten Planungsprozesse und wird zunehmend in der Bauleitplanung und der Ländlichen Entwicklung angewandt. Es kann aber auch eigenständig durchgeführt werden.

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