Flächenmanagement und kommunale Agenda 21

In den Jahren 2004 und 2005 hat das LfU das Modellprojekt "Unterstützung des Flächenmanagements durch die kommunale Agenda 21" durchgeführt. Ziel war es, in kleinen Kommunen unter Beteiligung der lokalen Agenda 21 innerörtliche Entwicklungspotenziale zu erheben und die Bevölkerung für die Vorteile einer flächensparenden Siedlungsentwicklung zu sensibilisieren.

Durch das Leerfallen bzw. Funktionslos-Werden von landwirtschaftlichen Hofstellen bestehen insbesondere im ländlichen Raum in den Ortschaften erhebliche innerörtliche Entwicklungspotenziale.

Am Modellprojekt waren Agenda-Gruppen aus den Gemeinden Walsdorf (Oberfranken), Rehling (Schwaben), Schmiechen (Schwaben), Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Oberbayern) und der Ortsteil Westheim der Stadt Hammelburg (Unterfranken) beteiligt.

Titelbild des Agenda-Baustein 'Flächenmanagement und kommunale Agenda 21' Agenda-Baustein "Flächenmanagement und kommunale Agenda 21"

Die Arbeit der lokalen Agenda 21-Gruppen wurde vom den Bürgermeistern und Gemeinderäten von Beginn an unterstützt; die erfolgreiche Durchführung der Datenerhebung ergab wichtige Grundlagendaten für die kommunale Verwaltung. Des Weiteren konnte das Bewusstsein in der Bevölkerung und dem Gemeinderat für das Flächensparen sowie für die Möglichkeiten der Innenentwicklung gestärkt werden.

In Walsdorf wurden erfolgreich die Eigentümer der Baulücken angeschrieben und über ihre Zielvorstellungen bezüglich der künftigen Nutzung befragt. Ein Teil der Baulücken konnte so mit Einwilligung der Eigentümer in eine Internet-Liste der in Walsdorf zum Verkauf stehenden Grundstücke aufgenommen werden.

Die Ergebnisse aus dem Modellprojekt sowie Handlungsanleitungen für die kommunale Agenda 21 wurden in einem Agenda-Baustein des LfU veröffentlicht.

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