Anpassung an den Klimawandel

Die fortschreitende Erderwärmung und der damit verbundene Klimawandel ist die globale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Ursache des Klimawandels ist der Anstieg der Konzentration treibhauswirksamer Gase in der Atmosphäre, der zum größten Teil auf menschliche Aktivitäten zurückgeführt wird. Dies wurde u.a. im 4. Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC 2007) deutlich formuliert. Laut Stern-Report sind dabei die Kosten für entschiedenes und rechtzeitiges Handeln bei weitem geringer als die wirtschaftlichen Kosten des Nichthandelns.

Um die Folgen der Klimaänderungen für den Menschen beherrschbar zu gestalten, ist ein Handeln auf allen Ebenenerforderlich - weltweit, national und vor Ort. Der Freistaat Bayern setzt mit seinem Klimaprogramm Bayern 2020 die Doppelstrategie für den Klimaschutz um:

  • Reduktion von Treibhausgasemissionen, v.a. von CO2
  • Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels

Die Kommunen, als die den Bürgern am nächsten stehende Verwaltungseinheit, nehmen eine besondere Rolle in der Bewältigung zukünftiger Probleme ein (siehe Kap. 28 der Agenda 21). Für den Klimaschutz besitzen sie eine Schlüsselfunktion. Die Kommunen sollten sowohl bei der Treibhausgas-Reduktion als auch bei der Klima-Anpassung geeignete Maßnahmen initiieren und umsetzen. Sie üben dabei eine wichtige Vorbildfunktion aus und können Bürger und Unternehmen für einen aktiven Klimaschutz gewinnen. "Klimaschutz ist eine kommunale Zukunftsaufgabe" so Norbert Portz (Deutscher Städte- und Gemeindebund).

Herausforderungen und Ziele

Darstellung der Klimaschutzziele mittels zweier Grafikblöcke. Darauf geschrieben "Treibhausgase reduzieren" und "Anpassung an die Folgen"

Die bayerischen Kommunen sind ebenfalls aufgerufen, die Klimaschutzstrategie der Reduktion und Anpassung als neue Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge in ihrem Zuständigkeitsbereich erfolgreich umzusetzen.

Für den Bereich der CO2-Reduktion gibt es auf kommunaler Ebene bereits breite Erfahrungen in der Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen. Erläuterungen für ein umfassendes CO2-Minderungskonzept und dafür wichtige Bausteine (Module) unterstützen die Kommunen dabei.

Für den Bereich der Anpassung befindet sich ein vergleichbares Informationsangebot des LfU derzeit noch im Aufbau.

Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Der Klimawandel bringt Veränderungen mit sich, die heute bereits nicht mehr zu vermeiden sind. Auch in Bayern haben sich die Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse als Folge der Erderwärmung bereits merklich verändert. Dies wirkt sich vor allem durch eine Häufung extremer Wetterereignisse (Hochwasser und Hitzeperioden) aus, die regional sehr unterschiedlich ausfallen können.
Die Bayerische Staatsregierung hat im Mai 2009 eine Klima-Anpassungsstrategie verabschiedet, die sektorenbezogen (z.B. Wasserwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft) neben der Verletzlichkeit gegenüber Klimaänderungen, bereits ergriffene Anpassungsmaßnahmen aufführt und zukünftige staatliche/nicht staatliche Handlungsoptionen benennt. Die Umsetzung von wirksamen Anpassungsmaßnahmen zum Schutz von Mensch und Natur ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in der die Kommunen eine zentrale Rolle spielen.

Die Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels wird eine zukünftige Aufgabe der Kommunen sein. Hierzu werden zurzeit verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt.

Weiterführende Informationen

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