Ermittlung der Radonexposition

In Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung (WVU) ist mit erhöhter Radonexposition zu rechnen. Daher schreibt die Strahlenschutzverordnung in § 95 Abs. 1 vor, dass in diesen Betrieben eine Abschätzung der Radonexposition durchgeführt werden muss. Bei Veränderungen sowie nach 5 bis spätestens 10 Jahren ist die Abschätzung zu wiederholen.


Ablaufschema der Expositionsabschätzung

Schritt 1

Erfassen und Auflisten

  • aller Mitarbeiter, die in den Anlagen arbeiten
  • aller WV-Anlagen

Schritt 2

Bestellung der Messgeräte bei einer Messstelle

  • Personengebundene Exposimeter für jeden Mitarbeiter
  • Ortsgebundene Exposimeter für alle Hochbehälter und Aufbereitungsgebäude

Auf der Internetseite des Bundesamtes für Strahlenschutz sind die Messstellen (dort Auswertestellen genannt) aufgeführt, die in Deutschland Radonmessungen mit passiven Messgeräten (Radon-Exposimeter) anbieten und die Anforderungen an die Qualitätssicherung nachgewiesenermaßen erfüllen.


Schritt 3

Durchführung der Messung

Schritt 4

Zusenden der Messergebnisse und des ausgefüllten Erhebungsbogens an:

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Referat 41
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg