Einfluss von Gebäudeabdichtungen

Die Radonkonzentration beträgt in Wohnräumen in Deutschland durchschnittlich etwa 50 Becquerel pro Kubikmeter Luft (Bq/m3). Die Messwerte reichen von wenigen bis zu einigen Tausend Becquerel pro Kubikmeter Luft. Die Höhe der Radonkonzentrationen in der Innenraumluft hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab:

  • Beschaffenheit des Untergrundes
  • Gebäudezustand
  • Luftwechsel im Gebäude

Der Austausch der Raumluft gegen die Außenluft hat einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der Radonkonzentration in Innenräumen. Die Luftwechselrate wird z. B. durch häufiges Lüften gesteigert. Auch undichte Fenster und Türen führen zu höheren Luftwechselraten. Wird der Luftwechsel dagegen verringert, z.B. durch den Einbau dicht schließender Fenster und Türen, so kann die Raumluftkonzentration von Radon erheblich ansteigen, wenn im Fundament vorhandene Radonzutrittswege nicht abgedichtet werden.

Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) werden zukünftig verstärkt zu energetischen Gebäudesanierungen führen. Bauwerksabdichtungen wie der Einbau dichter Türen und Fenster oder Abdichtungen der Fassade, können zu einer Senkung des Luftaustausches führen. Dadurch kann die Radonkonzentration in Innenräumen erheblich ansteigen, insbesondere wenn z.B. durch Spalten und Risse im Keller bereits Radoneintrittsstellen vorhanden sind.

Das LfU-Merkblatt "Einfluss von Gebäudeabdichtungen auf die Radonkonzentration in Innenräumen" beschreibt die Thematik und schlägt eine Vorgehensweise bei geplanten Gebäudeabdichtungsmaßnahmen vor.