Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Allgemeine Informationen

Radon ist ein natürliches, überall vorkommendes Edelgas, das man weder sehen noch riechen oder schmecken kann. Es ist ein radioaktives Zerfallsprodukt des im Boden natürlich vorkommenden radioaktiven Schwermetalls Uran. Es kann aus Gesteinen und Böden relativ leicht entweichen und sich über die Bodenluft oder gelöst in Wasser ausbreiten. Die durchschnittliche Radon-Konzentration ist in Gebäuden drei- bis viermal höher als im Freien. Sie beträgt in Wohnräumen in Deutschland etwa 50 Becquerel pro Kubikmeter Luft. Die Messwerte reichen von wenigen bis zu einigen Tausend Becquerel pro Kubikmeter Luft. Sie sind von verschiedenen Faktoren abhängig:

Beschaffenheit des Untergrundes

Die geologische Beschaffenheit sowie die Durchlässigkeit des Untergrundes bestimmen die Höhe der Radonkonzentration in der Bodenluft. Sie ist damit ein Maß, wie viel Radon im Untergrund zum Eintritt in ein Gebäude zur Verfügung steht.

Deutschlandkarte mit Darstellung der Radioaktivitätskonzentration von Radon in der Bodenluft 2007. Bild vergrößern Radioaktivitätskonzentration von Radon in der Bodenluft 2007, Quelle: Dr. Joachim Kemski, Kemski & Partner, Bonn

Eine Übersicht über die Radonkonzentration in der Bodenluft zeigt die Radonkarte von Deutschland. Datenbasis der Karte bilden über 2.300 repräsentative Messorte in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Bei dieser Karte handelt es sich um eine Planungsgrundlage und Orientierungshilfe. Sie soll der Prognose im regionalen Maßstab dienen. Eine Ableitung der Radonbelastung einer Gemeinde sowie eine Entscheidungen zu konkreten Baugebieten oder gar eines einzelnen Hauses sind auf Basis dieser Karte nicht möglich.

Zustand des Gebäudes

Entscheidend ist die Durchlässigkeit eines Gebäudes gegenüber Radon im Fundament. Eindringmöglichkeiten gibt es beispielsweise über Spalten und Risse sowie entlang von Kabel- und Rohrdurchführungen.