Arbeitsplätze mit natürlich vorkommenden Radionukliden

In der novellierten Strahlenschutzverordnung vom August 2001 sind in der Anlage XI, Teil A und Teil B konkrete Arbeitsplätze festgelegt, an welchen mit einer erhöhten Exposition durch natürlich vorkommende Radionuklide zu rechnen ist. Die einzelnen Schutzvorschriften dazu sind in den §§93 bis 96 sowie § 116 der StrlSchV festgelegt. Die zu betrachtenden Radionuklide sind Radon, Uran und Thorium.

Arbeitsplätze mit Radon

Salzbergwerk Bild vergrößern Salzbergwerk, Quelle: Salzbergwerk Berchtesgaden

Zu den radonexponierten Arbeitsplätzen zählen untertägige Bergwerke, Schächte, Höhlen, Radonheilbäder und -Heilstollen sowie Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung.

Im Rahmen eines F&E-Vorhabens haben wir die Radonexposition in den bayerischen Bergwerken und Schauhöhlen untersucht. Welcher Radonexposition die Beschäftigten in den zwei bayerischen Radonheilbädern ausgesetzt sind, war ebenfalls Gegenstand unserer Untersuchungen.

Vollständig untersucht sind die 2.550 bayerischen Trinkwasserversorgungsunternehmen.

Weitere Untersuchungen haben wir bei Mineralwasserherstellern, Molkereien und Brauereien, die über eine eigene Wasserversorgung verfügen, durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind im Bericht "Ermittlung von Arbeitsfeldern mit erhöhten Expositionen durch natürliche Radioisotope und überwachungsbedürftige Rückstände" zusammengefasst.

Arbeitsplätze mit Uran und Thorium

Schweißer Bild vergrößern Schweißer

Arbeitsplätze mit Uran und Thorium (gemäß Strahlenschutzverordnung Anlage XI Teil B) waren ebenfalls Gegenstand von Untersuchungen im Rahmen des Forschungsprojektes „Ermittlung von Arbeitsfeldern mit erhöhten Expositionen durch natürliche Radioisotope und überwachungsbedürftige Rückstände“.