Niederfrequenzmessung bei Ihnen zu Hause – LfU verleiht Niederfrequenz-Dosimeter

Die Nutzung der Stromnetze und deren Ausbau weckt in vielen Bürgerinnen und Bürgern die Frage nach der "Belastung" durch elektromagnetische Felder (Immissionen): Welche Immissionen gehen von benachbarten Stromleitungen, Hausinstallationen und Geräten aus?
In den meisten Wohnungen stammen die elektromagnetischen Felder nicht von externen Emissionsquellen. Die größte Belastung geht vielmehr von Elektrogeräten und elektrischen Hausinstallationen (Verteilungs- und Sicherungskästen, Stromleitungen, Steckdosen) aus. Es handelt sich dabei um niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder.

Das LfU verleiht Niederfrequenz-Dosimeter

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) verleiht auf Anfrage an Bürgerinnen und Bürger innerhalb Bayerns ein Niederfrequenzdosimeter. Die Nutzung des Angebots ist kostenlos, es muss lediglich das Porto für die versicherte Rücksendung ans LfU selbst bezahlt werden.

Was kann das Niederfrequenz-Dosimeter messen?

Niederfrequente Felder, wie sie von elektrischen Geräten und Installationen ausgehen, können vom Menschen nicht wahrgenommen werden. In der Niederfrequenz unterscheidet man elektrische und magnetische Felder. Während sich elektrische Felder leicht abschirmen lassen, ist dies bei magnetischen Feldern nur mit großem Aufwand zu realisieren. Um die Ermittlung der persönlichen Exposition durch Magnetfelder zu ermöglichen, verleiht das LfU Niederfrequenzdosimeter der Firma Physical Systems. Diese erfassen die Magnetfelder des allgemeinen Stromnetzes (50 Hz) sowie die des Bahnstromnetzes (16,7 Hz).

Was muss ich tun, wenn ich ein Dosimeter ausleihen möchte?

Bitte rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0821/9071-3518 (EMF-Infotelefon) an.
Gemeinsam legen Sie mit uns Beginn, Dauer und Ende des Messzeitraumes fest. Wegen des Versandes sollte die Vorlaufzeit ca. 1 Woche betragen. Nach einigen Tagen erhalten Sie das von uns programmierte Dosimeter per Post. Üblich ist eine Messdauer von 24 Stunden.

Wie führe ich eine Dosimetermessung durch?

Niederfrequenzdosimeter Bild vergrössern Niederfrequenzdosimeter (Länge:19,2cm; Breite:7,5cm; Höhe:4,1cm)

Vor Messbeginn platzieren Sie das Niederfrequenzdosimeter an der gewünschten Messstelle. Mit dem Dosimeter versenden wir eine Anleitung, in der alles genau beschrieben ist (siehe Mustermessprotokoll unten).

Die Messung selbst startet automatisch zum programmierten Startzeitpunkt, so dass auch technische Laien problemlos mit dem Gerät zurechtkommen. Es ist möglich mehrere Standorte über den Messzeitraum zu verteilen. Hierbei gilt ein Mindestaufenthaltszeitraum von 4 Stunden und eine Höchstzahl von 3 Messstellen je Gesamtmesszeitraum (z.B. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer) um die Aussagekraft der Ergebnisse zu gewährleisten. Die Beschreibung der Messorte erfolgt im beigefügten Messprotokoll. Nur so können wir später bei der Auswertung den Messdaten die jeweiligen Messorte eindeutig zuordnen. Die Messung endet automatisch zum programmierten Endzeitpunkt.

Was passiert nach der Messung?

Nach Abschluss der Messung schicken Sie das Gerät zusammen mit dem Messprotokoll an uns zurück. Wir lesen die Messdaten mit einer Software aus, führen eine Auswertung durch und erstellen einen Messbericht, den wir Ihnen per Post zusenden.

Welche Informationen erhalte ich im Messbericht?

Im Messbericht ist der Zeitverlauf der Immissionen in Diagrammen dargestellt. Fachleute am LfU errechnen die Maximal- und Mittelwerte, beurteilen die Messergebnisse und ordnen sie im Vergleich zu anderen Messungen ein. Der Bezug auf die bundesdeutschen Grenzwerte zeigt regelmäßig, dass akute Sorgen nicht begründet sind. Typische Immissionen von Hausinstallationen, Elektrogeräten und den Versorgungsnetzen liegen zwischen 0,04% und 0,17% des Grenzwertes.

Wie erreichen Sie uns?

Wenn Sie sich ein Niederfrequenz-Dosimeter ausleihen möchten, wenden Sie sich bitte an unser EMF-Infotelefon 0821/9071-3518 oder per E-Mail an emf@lfu.bayern.de.