Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Einsatz der In-Situ-Gamma-Spektrometrie beim Rückbau kerntechnischer Anlagen

Projekttitel

Einsatz der In-Situ-Gamma-Spektrometrie beim Rückbau kerntechnischer Anlagen

Kurzbeschreibung und Zielsetzung

Auf Grund politischer und technischer Gegebenheiten (Energiekonsens zur Beendigung der Kernenergienutzung in Deutschland, Erreichen der aus technischer Sicht vorgesehenen Laufzeit bei den älteren Kernkraftwerken) ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren die Durchführung von Freigabeverfahren in den derzeit in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken und kerntechnischen Anlagen deutlich zunehmen wird.
Für die atomrechtlichen Aufsichtsbehörden entsteht dadurch das Erfordernis, effektive Methoden für betreiberunabhängige behördliche Kontrollmessungen vorzuhalten bzw. zu entwickeln.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat das LfU in seiner Funktion als Fachbehörde auf dem Gebiet des Strahlenschutzes im Rahmen eines vom StMUG geförderten Projektes ein Freimesskonzept zur Durchführung von behördlichen Kontrollmessungen bei der Freigabe von Gebäudestrukturen bzw. von Bauschutt entwickelt, das auf dem Einsatz der In-Situ-Gamma-Spektrometrie basiert.

Die praktische Anwendbarkeit des Konzeptes konnte im Rahmen der aktuell laufenden Freigabeverfahren bei den kerntechnische Anlagen in Karlstein und Kahl erfolgreich erprobt werden. Die Vorgehensweise findet nunmehr kontinuierlich Anwendung im Rahmen der Aufsichts-Routine bei den aktuell laufenden Rückbauprojekten in Bayern.

Projektbeteiligte

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Projektleitung

Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 44

Laufzeit

07/2002 bis 05/2005 (Zeit der Projektarbeit; die praktische Umsetzung und der damit verbundene Erfahrungsgewinn erfolgen nunmehr kontinuierlich im Rahmen der Aufsichts-Routine bei den aktuellen Rückbauprojekten in Bayern).