Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG mit der Regierung von Oberfranken

Nr. 45 / Montag, 03. Juli 2006

Bayerns schönste Geotope
Regierungsvizepräsident Wenning: Gütesiegel für Drei-Brüder-Felsen

’Herz des Fichtelgebirges’ in Bestenliste der 100 schönsten Geotope aufgenommen

Geo-Gütesiegel für Drei-Brüder-Felsen im Fichtelgebirge
Geo-Gütesiegel für Drei-Brüder-Felsen im Fichtelgebirge (Quelle: LfU)
+++ (Weissenstadt am See) Die ’Drei-Brüder-Felsen am Rudolfstein’ – im Herzen des Fichtelgebirges – sind in die Bestenliste der 100 schönsten Geotope Bayerns aufgenommen, erklärte heute Wilhelm Wenning, Vizepräsident der Regierung von Oberfranken, bei der Verleihung des bayerischen Geotop-Gütesiegels an die Stadt Weißenstadt. Wenning: "Oberfranken ist reich an einmaligen Naturschönheiten wie den Drei-Brüder-Felsen. Dieses Potenzial gilt es touristisch und naturschutzfachlich zu nutzen." Geotope wie die Drei-Brüder-Felsen sind natürliche Freilichtmuseen und steinerne Zeugen der Erdgeschichte. Klimaänderungen, Jahrhundertfluten oder Bergstürze spielen sich nicht nur heute ab. Noch viel gravierendere haben sich in vergangenen Erdzeitaltern ereignet. Wenning forderte dazu auf, aus Geotopen zu lernen, um die Gegenwart besser zu verstehen und Ereignisse besser einordnen zu können. +++

Die Gütesiegel-Verleihung hat nach den Worten Wennings zum Ziel, landesweit auf die 100 eindrucksvollsten geologischen Schätze mit Infotafeln vor Ort, Wegweisern an Wanderwegen und Faltblättern in Fremdenverkehrsämtern aufmerksam zu machen. "Geotope sind ideal, um Naturschutz und Tourismus zu beiderseitigem Nutzen zu koppeln. Die Kommune erhält eine zusätzliche touristische Attraktion; der Geotop wird im Gegenzug über freiwillige Patenschaften erhalten und gepflegt", so der Regierungsvize. Mit den Drei-Brüder-Felsen sind jetzt 46 bayerische Geotope mit dem Gütesiegel ausgezeichnet, davon acht in Oberfranken.

Die Drei-Brüder-Felsen sind eine auffallende Gruppe von Felstürmen, gelegen am Wanderweg zwischen dem Rudolfstein und dem Schneeberg, dem höchsten Gipfel des Fichtelgebirges. Das Granitgestein, das hier die Landschaft prägt, erstarrte vor 285 Millionen Jahren tief unter der Erdoberfläche aus glutflüssigem Magma. Bei der Abkühlung entstanden dann horizontale und vertikale Risse im Gestein. Durch Hebung und Abtragung gelangte der Granit später an die Erdoberfläche, wo er der Verwitterung ausgesetzt war. Wasser drang in das Gestein ein und löste vor allem entlang der Risse Körner aus dem Gesteinsverband. Nachdem in der jüngsten Erdgeschichte das lockere Material durch Erosion abgetragen wurde, blieben nur noch die kompakteren Gesteinspartien als einzelne Felstürme zurück.

Informationen über "Bayerns schönste Geotope" gibt es unter www.geotope.bayern.de.

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