Bayerisches Landesamt für
Umwelt

PRESSEMITTEILUNG

Nr. 44 / Freitag, 05. Oktober 2012

Strahlenschutz
Schwach radioaktiv verunreinigte Gartenfackeln vorsorglich auch in Bayern aus dem Handel genommen

Keine Gesundheitsgefahr / Rückholaktion aus Vorsorgegründen läuft

Quelle: LfU
+++ Über einen Importeur aus Nordrhein-Westfalen sind teilweise schwach radioaktiv verunreinigte Gartenfackeln aus Indien auch in den bayerischen Handel gelangt. Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat bei den belieferten Händlern Messungen durchgeführt und die sichere Verwahrung vor Ort überprüft. Die vom LfU gemessene Dosisleistung des Radionuklids Cobalt-60 in 30 cm Abstand von der Fackel liegt bei etwa 3 Mikro-Sievert (µSv) pro Stunde. Bei einer üblichen Verwendung der Fackel liegt die Dosis im Schwankungsbereich der natürlichen Radioaktivität, der jeder Mensch ständig ausgesetzt ist. Eine Gefahr für den Menschen kann ausgeschlossen werden. Aus Gründen des vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes hat der Importeur den Verkauf umgehend gestoppt und über die belieferten Händler eine Rückholaktion gestartet. Die fachgerechte Entsorgung ist veranlasst. Die Fackeln wurden ab dem 21.04.2012 als sogenannte „Fes Fackeln“ an Fachhändler für Wohn- und Gartenaccessoires weitergegeben. Bau- und Gartenmärkte wurden nicht beliefert. +++

Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch einige wenige schwach verunreinigte Fackeln an Endverbraucher in Bayern weitergegeben wurden. Personen, die glauben, eine entsprechende Fackel (siehe Foto) in Gauting, Günzburg, Ingolstadt, Landshut, München, Münchberg oder Starnberg erworben zu haben, können sich unter der Servicenummer 0172 - 25 94 222 oder bei ihrem Fachhändler informieren. Vorsorglich sollte die Fackel an einem wenig frequentierten Ort (z. B. Keller oder Garage) zwischenlagert werden. Der Importeur lässt die Fackeln kostenlos abholen.

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