PRESSEMITTEILUNG

Nr. 10 / Samstag, 24. September 2005

Bayerns schönste Geotope
Gütesiegel für den Hesselberg in der südlichen Frankenalb

Gütesiegel für den Hesselberg in der südlichen Frankenalb
Gütesiegel für den Hesselberg in der südlichen Frankenalb (Quelle: LfU)
(Gerolfingen) +++ Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat heute den Hesselberg mit dem Gütesiegel "Bayerns Schönste Geotope" ausgezeichnet. "Nun gehört der Hesselberg offiziell zu den 100 bedeutendsten geologischen Naturwundern Bayerns", erklärte Georg Schlapp vom LfU bei der Verleihung des bayerischen Geotop-Gütesiegels am Gipfel des Hesselbergs. Der Hesselberg ist mit 689 Metern Höhe die höchste Erhebung Mittelfrankens und überragt das Vorland der Frankenalb um mehr als 200 Meter. Damit hat das LfU zum vierten Mal eine mittelfränkische Gemeinde mit dem begehrten Prädikat ausgezeichnet. "Mit dem Gütesiegel leistet der Freistaat einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser wertvollen Zeugen der Erdgeschichte und zur sanften Erschließung" sagte Schlapp bei der Feier. +++

Geotope verbinden Naturschutz und Heimatpflege mit sanftem Tourismus. Viele Kommunen haben das touristische Potential erkannt und bewerben sich inzwischen um die Auszeichnung. Für Schlapp ein Beweis für den Erfolg der Initiative, die vom Bayerischen Umweltministerium ausgeht. Denn die mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Gemeinden übernehmen als Paten die Pflege und Erhaltung der Geotope. Für jeden Geotop bieten Internet-Informationen unter www.geotope.bayern.de und Faltblätter in den Fremdenverkehrsämtern umfassende Erläuterungen. Hinweisschilder an den Wanderwegen leiten die Besucher zu den Naturschätzen und den dortigen Informationstafeln. Bis zum Jahresende sollen rund 40 Geotope die Auszeichnung erhalten.

Die Prämierung des Hesselbergs ist eine der mehr als 60 Veranstaltungen rund um den "Tag des Geotops" in Bayern. Der Tag des Geotops wurde am 18. September bundesweit zum vierten Mal begangen. Geotope werden im Freistaat seit 1985 systematisch erfasst. Bisher wurden rund 2.700 vom Geologischen Landesamt (jetzt: Bayerisches Landesamt für Umwelt) detailliert beschrieben und im GEOTOPKATASTER BAYERN aufgenommen.

Der rund sechs Kilometer lange Hesselberg mit seinem Gipfel aus hartem Malmkarstgestein ragt als sogenannter Zeugenberg wie eine Insel aus der Landschaft. Er bezeugt, dass die Hochfläche der Frankenalb ehemals sehr viel ausgedehnter war. Seine Entstehung verdankt er seiner ursprünglichen Lage in einer ausgedehnten Mulde. Im Laufe der Zeit wurde aus der Mulde ein Berg, weil die weicheren Gesteine außerhalb der Mulde stärker ausgewaschen und abgetragen wurden. An den Hängen des Hesselbergs ist die gesamte Schichtfolge des Jura ablesbar.



Redaktionelle Hinweise:
Weitere Infos zum Geotop Hesselberg:
www.geologie2.bayern.de/geotope/geotopeBayernsSchoenste/37.html

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