PRESSEMITTEILUNG

Nr. 65 / Freitag, 06. Oktober 2006

Gewässerschutz
Bayerns Position im Gewässerschutz gestärkt

Landesamt-Präsident Göttle in das Präsidium der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) gewählt / Kleinkläranlagen müssen nachgerüstet werden

In das Präsidium der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) gewählt, der mitgliederstärksten Vereinigung Europas für den Gewässerschutz: LfU-Präsident Albert Göttle
In das Präsidium der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) gewählt, der mitgliederstärksten Vereinigung Europas für den Gewässerschutz: LfU-Präsident Albert Göttle (Quelle: LfU)
(Augsburg) +++ Albert Göttle, der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU), ist zum 1. Januar 2007 in das Präsidium der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) gewählt worden. Die Mitgliederversammlung wählte Göttle, seit mehreren Jahren bereits Vorstandsmitglied, am Dienstag letzter Woche in Osnabrück in das fünfköpfige Präsidium der rund 15.000 Mitglieder starken Fachvereinigung. Bayerns Position im Gewässerschutz ist damit weiter gestärkt worden. +++

Die DWA ist Europas mitgliederstärkste Vereinigung auf diesem Gebiet und erreicht bundesweit etwa 160.000 Fachleute. Mit ihrem Regelwerk setzt sie im Gewässerschutz die bundesweit gültigen Standards. Mehr als ein Dutzend Wasserexperten des LfU arbeiten daran mit. Mitarbeiter des Landesamtes sind für die DWA auf Landesebene auch in der Aus- und Weiterbildung des Betriebspersonals und als Lehrer bei den Kläranlagennachbarschaften ehrenamtlich tätig. Seit mehr als 30 Jahren arbeiten Bayerns Kommunen und Zweckverbände regelmäßig in den Nachbarschaften zusammen: Mehr als 1600 bayerische Kläranlagen sind in den 98 bayerischen Kanal- und Kläranlagennachbarschaften organisiert. "Ein freiwilliger Zusammenschluss, der sich sehr bewährt hat, nicht zuletzt in der hervorragenden Reinigungsleistung der bayerischen Kläranlagen", so Göttle.

Göttle forderte aber auch dazu auf, den Standard des Gewässerschutzes in allen Bundesländern noch weiter auszubauen. Gerade in den ländlichen Gebieten und Streusiedlungen ohne zentrale Anschlussmöglichkeiten gäbe es noch Verbesserungsbedarf. Im Freistaat entsorgen rund eine halbe Million Einwohner Bayerns ihr Abwasser auf Dauer in Hauskläranlagen. Sie sind von den bundesweit geltenden Anforderungen an die Reinigungsleistung besonders betroffen, denn bei rund 100.000 Anlagen stehen in den nächsten Jahren Nachrüstungen mit biologischen Reinigungsstufen an.

Die DWA ist in Deutschland Sprecher für alle übergreifenden Wasserfragen und arbeitet als politisch und wirtschaftlich unabhängige Organisation auf den Gebieten Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz. Ihre rund 15.000 Mitglieder sind Fachleute aus den Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen. Fast 1500 Mitglieder sind ehrenamtlich in den mehr als 250 Fachausschüssen und Arbeitsgruppen tätig, in denen die technischen Regelwerke und Standards erarbeitet werden. Der Landesverband Bayern ist einer der mitgliederstärksten der sieben Landesverbände der DWA. Weitere Infos zur DWA unter www.dwa.de.


Kurzvita Albert Göttle:
Prof. Dr.-Ing. Albert Göttle ist seit August letzten Jahres Präsident des neu gegründeten Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Zuvor war er Abteilungsleiter am Umweltministerium und von 2000 bis 2005 Präsident des ehemaligen Bayerischen Landesamtes für Wasserwirtschaft. Seit 1994 ist Göttle Honorarprofessor an der TU München in der Fakultät Bauingenieurwesen. Der 59-jährige gebürtige Oberstdorfer lebt in München und im Allgäu.

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