PRESSEMITTEILUNG

Nr. 01 / Dienstag, 09. August 2005

Bayerns schönste Geotope
Findling Steinwies erhielt Gütesiegel

Gütesiegel für Findling Steinwies
Gütesiegel für Findling Steinwies (Quelle: LfU)
(Bad Feilnbach) +++ „Nun gehört der Findling Steinwies auch offiziell zu den 100 bedeutendsten geologischen Naturwundern Bayerns“, erklärte Ministerialrätin Christina von Seckendorff vom Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz heute bei der Verleihung des bayerischen Geotop-Gütesiegels an den bekannten Gneisblock im oberbayerischen Bad Feilnbach. Von Seckendorff: „Geotope wie dieser eindrucksvolle Felsen sind wichtige Zeugen für Naturereignisse in längst vergangenen Zeiten, in diesem Fall der Gletscherbewegungen im Voralpenland während der letzten Eiszeit. Zugleich sind sie natürliche Forschungslabors, aber auch touristische Potenziale, die noch besser genutzt werden sollten.“ Daher sei es staatliche Aufgabe, die wichtigen Geotope zu erhalten, denn nur mit dem Wissen über die Vergangenheit lasse sich die Zukunft nachhaltig gestalten, so von Seckendorff. +++

Geotope verbinden Naturschutz und Heimatpflege in einzigartiger Weise mit sanftem Tourismus. Viele Kommunen haben dieses touristische Potenzial erkannt und übernehmen freiwillig Patenschaften für die Pflege von Geotopen. „Damit ist das Programm ein voller Erfolg“, betonte von Seckendorff. Viele Gemeinden, vor allem im ländlichen Raum, bewerben sich inzwischen um die Auszeichnung ‚Bayerns 100 schönste Geotope’, um dadurch auch die geologischen Naturschätze ihrer Region noch besser zur Geltung bringen zu können. Dieses freiwillige Engagement schützt und nützt gleichermaßen.

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte von Seckendorff heute zusammen mit Vertretern des Landesamts für Umweltschutz (LfU) das Gütesiegel ‚Bayerns schönste Geotope’ an Bürgermeister Christoph Rastinger und enthüllte mit ihm zusammen eine Informationstafel am Gneisblock neben der Straße westlich von Au. Damit wurden bisher insgesamt 32 Geotope in Bayern prämiert. In Oberbayern erhielten bereits der Gletscherschliff Fischbach (Lkrs. Rosenheim), die Partnachklamm (Lkrs. Garmisch-Partenkirchen), der Klettergarten Baierbrunn (Lkrs. München), die ‚Steinerne Agnes’ (Lkrs. Berchtesgadener Land) und der Burgstein Dollnstein (Lkrs. Eichstätt) die begehrte Auszeichnung.

Geotope werden im Freistaat seit 1985 systematisch erfasst. Bisher wurden rund 2.700 vom Geologischen Landesamt (jetzt: Bayerisches Landesamt für Umwelt) detailliert beschrieben und im GEOTOPKATASTER BAYERN aufgenommen.



Redaktionelle Hinweise:
Für jedes Geotop bieten Internet-Informationen unter http://www.geotope.bayern.de und Faltblätter in den Fremdenverkehrsämtern umfassende Erläuterungen. Hinweisschilder an den Wanderwegen leiten die Besucher zu den Naturschätzen und den dortigen Informationstafeln.

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