PRESSEMITTEILUNG

Nr. 12 / Montag, 24. März 2014

Natur
Landesamt für Umwelt informiert über Wolfsverdacht im Landkreis Rosenheim

Genetische Analysen zur Bestätigung wurden beauftragt

Am Wochenende um den 23.03.2014 wurde im Gebiet zwischen Brannenburg und Oberaudorf im Landkreis Rosenheim eine Rothirschkuh tot aufgefunden. Zeitnah wurde der Fund durch Mitglieder des „Netzwerks Große Beutegreifer“ dokumentiert. Die Umstände und Merkmale des getöteten Tiers deuten auf einen großen Caniden (Hundeartiges Tier) als Verursacher hin – ein Wolf kann nicht ausgeschlossen werden. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat umgehend die weiteren Schritte in die Wege geleitet und die zur sicheren Abklärung notwendigen genetischen Analysen beauftragt. Diese liegen voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen vor. Die Behörden vor Ort wurden durch das LfU bereits informiert. Das LfU steht auch als Ansprechpartner für Bürger und Landwirte zur Verfügung. Antworten auf „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ fasst das LfU in seinem Internetangebot zusammen unter:

www.lfu.bayern.de

Hintergrund:
Das LfU ist in Bayern für das Wildtiermanagement bei großen Beutegreifern zuständig und betreut auch das Netzwerk Große Beutegreifer. Die Umsetzung und Weiterentwicklung des bayerischen Wolfsmanagements ist ein Prozess, der über die Arbeitsgruppe Wildtiermanagement/Große Beutegreifer am LfU fachlich begleitet wird.
Dass Wölfe nach Bayern kommen, auch in den bayerischen Alpenraum, kann nicht ausgeschlossen werden. Einzelne Wölfe können vor allem aus der Population in den italienisch-französischen Südwestalpen nach Bayern gelangen. Seit 2012 hat sich beispielweise in Graubünden (Schweiz) ein Wolfspaar angesiedelt und sowohl 2012 als auch 2013 Junge zur Welt gebracht. Ende November 2013 wurde das sog. „Calanda-Rudel“ bei Chur beobachtet. Auch in Brandenburg und Sachsen sind mehrere Rudel beheimatet.

Weitere Informationen zum Wolf im Internetangebot des LfU unter:

www.lfu.bayern.de

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