PRESSEMITTEILUNG

Nr. 06 / Donnerstag, 13. März 2014

Naturschutz
Fortsetzung der Natur-Inventur im Landkreis Augsburg

„Bild über Arten und Lebensräume vervollständigt sich"

+++ Singende Vögel, wandernde Amphibien und aufspringende Pflanzenknospen kündigen den Frühling an: Die Natur gibt das Startsignal für die Fortsetzung der Natur-Inventur im Landkreis Augsburg. Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) und in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Augsburg suchen Kartierer nach seltenen und gefährdeten Reptilien, Amphibien, Tagfaltern, Libellen, Heuschrecken, Vogel- und Pflanzenarten. Die Naturschutzfachkartierung ergänzt die Biotopkartierung, bei der bereits in den Jahren 2010 bis 2012 botanische Daten gesammelt und ca. 1.280 Biotope erfasst wurden. „Die Kartierung vervollständigt das Bild über besondere Arten in ihren bedeutenden Lebensräumen im Landkreis Augsburg wie z. B. dem Naturpark „Augsburg - westliche Wälder“ und den Talräumen von Lech, Schmutter, Wertach und Zusam“, betont Claus Kumutat, Präsident des LfU. Der Freistaat Bayern stellt für die Arbeiten rund 160.000 Euro zur Verfügung. +++

Die Naturschutzfachkartierung erfolgt nicht flächendeckend, sondern untersucht eine Auswahl an bedeutenden Lebensräumen für standorttypische Arten wie z. B. für Storchschnabel-Bläuling, Kreuzkröte, Quelljungfer und Frauenschuh im Landkreis Augsburg. Die über zwei Jahre dauernden Geländearbeiten werden von einem Fachbüro aus München jeweils von März bis Oktober durchgeführt. Kumutat bittet private Grundstücksbesitzer deshalb um Mithilfe: „Unterstützen Sie die Kartierer bei ihrer Arbeit und gewähren Sie ihnen Zutritt zu Ihren Grundstücken.“ Mit den Ergebnissen der Kartierung erhalten Kommunen, Naturschutzbehörden, Planungsbüros und Wissenschaftler eine wichtige Arbeitsgrundlage bei der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie, im Vertragsnaturschutz und für die Erstellung von Landschafts- und Grünordnungsplänen. Im Rahmen von Planungsverfahren können fundierte Aussagen zum Vorkommen geschützter Arten und Biotope gemacht werden. Die Ergebnisse der Naturschutzfachkartierung stehen voraussichtlich im Sommer 2016 zur Verfügung.

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