PRESSEMITTEILUNG

Nr. 44 / Mittwoch, 27. November 2013

Bionik
Startschuss für Netzwerk „Bionik in Bayern“

Kooperation zur Entwicklung nachhaltiger Technologien nach dem Vorbild der Tier- und Pflanzenwelt

Der Bewegungsapparat von Spinnen ist Vorbild für neuartige Antriebssysteme.
Der Bewegungsapparat von Spinnen ist Vorbild für neuartige Antriebssysteme. (Quelle: LfU)
+++ Auf Initiative des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) gründen acht bayerische Hochschulstandorte mit dem Netzwerk „Bionik in Bayern“ eine zukunftsweisende Kooperationsplattform für technische Innovationen. „Phänomene der Natur auf die Technik übertragen – das ist Forschung wie sie bereits Leonardo da Vinci verfolgte“, erklärte Dr. Richard Fackler, Vizepräsident des LfU, anlässlich des heutigen Auftakttreffens in Nürnberg. Die Schöpfungsvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt ist Ausgangspunkt für die Bionik, die inzwischen eine bedeutende Methodik in verschiedensten wissenschaftlichen Spezialgebieten darstellt wie z.B. der Luft- und Raumfahrt, der Medizin oder dem Umweltschutz. Das Netzwerk fördert die zukünftige Zusammenarbeit der einzelnen bayerischen Bionik-Standorte zur Entwicklung interdisziplinär ausgerichteter Forschungsschwerpunkte ebenso wie den Austausch von Wissenschaft und Wirtschaft. „Mit Kooperationen in der Bionik-Forschung entstehen anwendungsorientierte Projekte, die nach dem Vorbild der Natur nachhaltige und ressourcenschonende Technologien hervorbringen“, so Fackler. +++

An der Vernetzung beteiligen sind Fachhochschulen, Technische Hochschulen und Universitäten aus Augsburg, Bayreuth, Deggendorf, Erlangen, München, Nürnberg, Straubing und Würzburg. Beim ersten Netzwerktreffen in Nürnberg präsentierten die bayerischen Bionik-Standorte ihre aktuellen Projekte Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und interessierter Öffentlichkeit.

Die Bionik in Bayern reicht von der Analyse biologischer Substanzen bis zum Studium natürlicher Konstruktionsprinzipien, Bewegungsmechanismen und Verhaltensweisen von Individuen und Schwärmen. Die Erkenntnisse aus der Tier- und Pflanzenwelt finden Eingang in Hightech-Entwicklungen wie z.B. Materialien mit spezifischen Eigenschaften, Roboter mit ausgefeilter Bewegungstechnik und Sensoren mit künstlicher Intelligenz.

Das Netzwerk „Bionik in Bayern“ ist wie das im Aufbau befindliche „Besucherzentrum Bionik“ im Tierpark Nürnberg Bestandteil des Projektes „Bionicum“ dessen Realisierung das LfU koordiniert. Insgesamt stehen hierfür rund acht Millionen Euro aus der Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ der Bayerischen Staatsregierung zur Verfügung.

Weiter Informationen zum Projekt „Bionicum“ unter: www.bionicum.de

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