PRESSEMITTEILUNG

Nr. 16 / Montag, 22. April 2013

Naturschutz
Natur-Inventur im Landkreis Kulmbach geht weiter

"Bild über Arten und Lebensräume vervollständigt sich"

+++ Die Natur gibt das Startsignal für die Erfassung ausgewählter Tiergruppen im Landkreis Kulmbach: Seit Kurzem sind die ersten Amphibien unterwegs und die Vielfalt an Vogelgesängen kündigen den Frühling an. Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) suchen Kartierer in den kommenden zwei Jahren nach bestimmten Vogelarten, Reptilien, Amphibien, Tagfaltern, Libellen, Heuschrecken und ausgesuchten Pflanzenarten. Die Naturschutzfachkartierung ergänzt die Biotopkartierung, bei der bereits im letzten Jahr botanische Daten gesammelt und Biotope erfasst wurden. "Durch die Kartierung entsteht allmählich ein vollständiges Bild über die Arten und Lebensräume im Landkreis", so Claus Kumutat, Präsident des LfU. Der Freistaat Bayern stellt für die Arbeiten rund 76.000 Euro zur Verfügung. Die Ergebnisse stehen Ende 2014 zur Verfügung. +++

Die Naturschutzfachkartierung erfolgt nicht flächendeckend, sondern untersucht eine Auswahl an geeigneten Lebensräumen. So sollen bedeutende Lebensräume von Feuersalamandern, Quelljungfern oder Storchschnabel-Bläuling dokumentiert werden. Kumutat bittet private Grundstücksbesitzer deshalb um Mithilfe: "Unterstützen Sie die Kartierer bei Ihrer Arbeit und gewähren Sie ihnen Zutritt zu Ihren Grundstücken." Mit den Ergebnissen der Kartierung erhalten Naturschutzbehörden, Planungsbüros und Wissenschaftler eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Erstellung von Landschafts- und Grünordnungsplänen. Im Rahmen von Planungsverfahren können fundierte Aussagen zum Vorkommen geschützter Arten und Biotope gemacht werden oder Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Der Hauptteil der Geländearbeiten wird von einem Büro aus München durchgeführt, den botanischen Teil bearbeiten Spezialisten aus der Region.

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