Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG mit der Stadt Fürth

Nr. 14 / Mittwoch, 17. April 2013

Naturschutz
Natur-Inventur in Fürth geht in die zweite Runde

Stadt und Landesamt für Umwelt bitten private Grundstücksbesitzer um Unterstützung bei der Erfassung von Tierarten

+++ Seit Kurzem sind die ersten Amphibien unterwegs und auch die Rufe balzender Spechte kündigen bei sonnigem Wetter den Frühling an. Das ist das Startsignal für die Erfassung der schützenswerten Tiergruppen in der Stadt Fürth: Im Auftrag der Stadt und unter fachlicher Leitung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) suchen Kartierer im Rahmen der Artenschutzkartierung nach Fledermäusen, bestimmten Vogelarten, Reptilien, Tagfaltern, Libellen, Heuschrecken und seltenen Totholz-Käfern, nachdem im vergangenen Jahr in der Biotopkartierung vor allem botanische Daten gesammelt und Biotope erfasst wurden. So entsteht allmählich ein vollständiges Bild über Arten und Lebensräume in Fürth. LfU-Vizepräsident Dr. Richard Fackler wendet sich daher mit der Bitte an die Grundstücksbesitzer: „Unterstützen Sie die Kartierer bei Ihrer Arbeit und gewähren Sie ihnen Zutritt zu Ihren Grundstücken.“ Die Artenschutzkartierung erfolgt nicht flächendeckend, sondern untersucht eine Auswahl an geeigneten Lebensräumen. „Hinweise aus der Bevölkerung über das Vorkommen seltener Tiere sind daher durchaus willkommen“, ergänzt Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung. Ansprechpartner ist das Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz der Stadt Fürth (Telefon: 0911/974-1440). Der Freistaat Bayern und die Stadt Fürth stellen für die Artenschutzkartierung rund 54.000 Euro zur Verfügung. Die Ergebnisse stehen voraussichtlich Ende 2014 zur Verfügung. +++

Mit den Ergebnissen der Artenschutz- und Biotopkartierung erhalten Naturschutzbehörden, Planungsbüros und Wissenschaftler eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Erstellung von Landschafts- und Grünordnungsplänen. Im Rahmen von Planungsverfahren können fundierte Aussagen zum Vorkommen geschützter Arten und Biotope bemacht werden oder gezielte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Der Hauptteil der Geländearbeiten wird von einem Büro aus München durchgeführt, die Fledermäuse und Totholz-Käfer werden von verschiedenen Spezialisten aus Nürnberg untersucht.

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