Bayerisches Landesamt für
Umwelt

PRESSEMITTEILUNG

Nr. 39 / Donnerstag, 13. Oktober 2011

Zum „Tag der Steine in der Stadt“ am 16.10.2011
Von St. Ulrich bis zum Dom: Naturwerksteine in Augsburg auf Schritt und Tritt

Geologische Stadtführung in Augsburg am 16.10.2011: Geologen des Landesamtes für Umwelt zeigen, wie Naturwerksteine auf Schritt und Tritt das Stadtbild prägen

+++ Kalktuff und Nagelfluh konnten in der näheren Umgebung gewonnen werden, aber nicht nur aus diesen Steinen ist Augsburg erbaut: Über den Lech wurden alpine Gesteine hierher geflößt, später übernahmen Fuhrwerke, Bahn oder Lastwagen diese Aufgabe. Neben bayerischen wurden vor allem italienische Gesteine verbaut und sogar indische Natursteine sind in Augsburg zu finden. „Geschichte auf Schritt und Tritt“, freut sich LfU-Geologe Dr. Klaus Poschlod, der am kommenden Sonntag die Naturwerksteine im Straßenbild vorstellen wird. Erst seit einigen Jahren, erläutert Poschlod, liege das Augenmerk der Geowissenschaftler auf den Naturwerksteinen im Stadtbild: „Der geologische Reichtum der Augsburger Innenstadt zeigt zum Beispiel die wechselnden „Gesteinsmoden“ und bietet damit eine spannende Entdeckungsreise zwischen Natur und Kultur.“ Die Führung ist daher nicht nur für Hobbygeologen interessant, die die sogenannten magmatischen und metamorphen Gesteine sowie die Sedimentgesteine erleben wollen. Jeder an Stadtgeschichte Interessierte wird das ein oder andere „Schmankerl“ aus zweitausend Jahren Baugeschichte sehen oder anfassen können. Die Augsburg-Führung findet statt zum „Tag der Steine in der Stadt“, der heuer bundesweit zum vierten Mal durchgeführt wird. Weitere Infos: www.tu-berlin.de/steine-in-der-stadt/. +++

Zwei Beispiele für den Wechsel der „Gesteinsmoden“: Gelblicher oder manchmal auch hellgrauer Molassesandstein wurde vor allem in der Zeit zwischen 1820 bis 1875 verwendet. Er stammt aus den Voralpen, zum Beispiel aus Lechbruck, Steingaden oder Echelsbach. Die Blütezeit des grauen, sehr wetterbeständigen Muschelkalks aus Unterfranken und dem benachbarten baden-württembergischen Grenzgebiet war hingegen kürzer: Sie begann kurz vor dem 2. Weltkrieg und endete Anfang der Sechziger Jahre.

Die kostenlose Führung beginnt um 14.00 Uhr an der Basilika St. Ulrich und Afra. Sie dauert etwa anderthalb Stunden und führt die Maximilianstraße entlang, vorbei am Rathaus zum Augsburger Hohen Dom. An zwei Dutzend Denkmälern und Gebäuden werden rund 35 Naturwerksteine erläutert, die für Augsburg typisch sind.

Auch die Kolleginnen und Kollegen von der Presse, Rundfunk oder Fernsehen sind ebenfalls herzlich zu dem Termin eingeladen. Er ist für die Bildberichterstattung gut geeignet.

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