PRESSEMITTEILUNG

Nr. 03 / Mittwoch, 09. Februar 2011

Auenboden ist Boden des Jahres 2011
Auenböden sind wichtige Hochwasser-Marken – Boden-kundler erfassen bis 2015 landesweit alle Vorkommen

An kleineren Gewässern geben Auenstandorte und Niedermoore Hinweis auf mögliche Überschwemmungen und hohe Grundwasserstände

(Hof) +++ Auenböden entstehen dort, wo Flüsse und Bäche immer wieder mal über die Ufer treten. Daher erfasst das Landesamt für Umwelt (LfU) bis 2015 landesweit Auenböden, um etwaigen Hochwasserschäden vorzubeugen. Dies betonte der Präsident des LfU, Prof. Dr.-Ing. Albert Göttle im Zusammenhang mit der Auszeichnung des Braunen Auenbodens, der sogenannten Vega, als Boden des Jahres 2011. Göttle: "Auenböden zeigen die Hochwasser-Reichweite. Sind diese Flächen bekannt, lässt sich frühzeitig Vorsorge gegen hohe Wasserstände treffen." Wassersensible Bereiche werden anhand von Auen und Niedermooren abgegrenzt. Sie kennzeichnen das natürliche Einflussgebiet des Wassers, in dem es zu Überschwemmungen kommen kann oder das Grundwasser sehr nahe an der Oberfläche steht. Die wassersensiblen Bereiche werden auf der Grundlage der Bodenkarte im Maßstab 1:25.000 erarbeitet. Rund 80 Prozent der Fläche Bayerns ist von den Bodenkundlern bereits kartiert. "Einmal erfasst, ist das Wissen um wassersensible Gebiete eine wertvolle Planungshilfe", so Göttle. +++

Im "Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete" werden Überflutungsflächen für häufige, mittlere und seltene Hochwasserereignisse sowie die wassersensiblen Bereiche dargestellt. Dabei spielt das Auftreten und die Verbreitung von Auenböden eine besondere Rolle: Sie sind junge Böden, die sich nach den Eiszeiten aus Ablagerungen von über die Ufer getretenen Flüssen und Bächen entwickelt haben. Bodenkundler und Wasserexperten des LfU können so genaue Angaben über frühere Flussverläufe, Hochwasser und Wasserstände ableiten.

Infos:
Publikationsshop im Geschäftsbereich: Faltblatt "Auenboden"
Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete (IÜG)
Thema Boden

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