Bayerisches Landesamt für
Umwelt

PRESSEMITTEILUNG

Nr. 24 / Dienstag, 19. Mai 2009

Ozon
Sommer, Sonne, Licht: Ozonberichte gestartet

Bayerisches Landesamt für Umwelt veröffentlicht stündlich aktualisierte Ozonwerte und neue Prognosekarten im Internet / derzeit keine erhöhten Werte

(Augsburg) +++ Sommer, Sonne, Licht – wenn der Sommer kommt, dann steigen auch die Ozonwerte. Daher veröffentlicht das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) wieder stündlich die Ozon-Messwerte im Internet und gibt den täglichen Lagebericht heraus. Bei erhöhten Ozonwerten - Konzentrationen über 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft- sollten sich empfindliche Personen schonen und insbesondere sportliche Aktivitäten vermeiden. Für diese Entscheidung bieten die Ozoninformationen des LfU eine solide Grundlage, denn die Werte werden täglich mehrfach aktualisiert: morgens um 6 Uhr und 9 Uhr und ab 12 Uhr sogar stündlich. Insbesondere in der zweiten Tageshälfte kann die Ozonbelastung deutlich ansteigen, meist erreicht sie am späten Nachmittag die höchsten Werte. Nachmittags wird auch der tägliche Ozonbericht des LfU erstellt, der zusammen mit der Prognose für den Folgetag im Internet abrufbar ist. Neu im Internet des LfU ist eine Bayernkarte mit Ozonprognosen für die nächsten zwei Tage. Derzeit erwarten die Luft-Fachleute des LfU noch keinen Ozonanstieg: aufgrund der Witterung bleibt die Ozonbelastung auch in den nächsten Tagen noch niedrig. +++

Die Ozonwerte stammen von 28 Stationen des Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern (LÜB), wo sie das ganze Jahr über kontinuierlich erfasst werden. Bei Überschreitung eines Wertes von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, gemessen als einstündiger Mittelwert, wird die Bevölkerung informiert. Denn bei empfindlichen Personen können diese Ozonbelastungen zur Reizung der Schleimhäute führen und Kopfschmerzen, Husten oder tränende Augen verursachen. Im letzten Jahr gab es erstmals seit Beginn der Ozonmessungen keine Überschreitung dieses Informationswertes, da es kaum anhaltende Schönwetterperioden gab. Der so genannte Alarmschwellenwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter, bei dessen Überschreitung alle Bevölkerungsgruppen auf Ozon reagieren können, wurde in den letzten Jahren nur im "Jahrhundertsommer" 2003 an drei Tagen überschritten. Die aktuellen Messwerte des LfU sind auch eine der Grundlagen für die neue Ozonprognosekarte. Das Angebot ist auf den LfU-Seiten im Internet verfügbar, die Prognosen werden täglich vom Rheinischen Institut für Umweltforschung der Universität Köln erstellt und aktualisiert.

Info-Kasten Ozon

  • Bodennahes Ozon entsteht bei hochsommerlichen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung aus dem Sauerstoff der Luft. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei flüchtige Kohlenwasserstoffe und Stickstoffoxide, die als sogenannte Vorläufersubstanzen bezeichnet werden. Hauptquellen dieser Vorläufersubstanzen sind der Straßenverkehr, industrielle Feuerungsanlagen und die Anwendung von Lösemitteln.
  • Die Ozonbelastung hat zwei typische Kennzeichen: Sie nimmt im Laufe des Tages zu und erreicht die höchsten höchsten Werte in den späten Nachmittagsstunden. Ausserdem finden sich die höchsten Belastungen nicht in den verkehrsreichen Zentren der Innenstädte, sondern in einiger Entfernung davon, oft auch in den Randlagen und Vororten. Ursache sind komplizierte luftchemische Reaktionen bei der Bildung und dem Abbau des Ozons. Im jedem Falle aber gilt bei erhöhten Ozonwerten: Jeder nicht gefahrene Auto-Kilometer hilft, das Problem an heißen Sommertagen zu mildern.



Weitere Informationen:
Daten und Prognosen:
Aktuelle Ozonmesswerte: inters.bayern.de/luebmw/html/tagesbericht.php
Täglicher Ozonlagebericht für Bayern mit Prognose: inters.bayern.de/lueb/ozonbericht.neu.php
Bayern-Karte mit zwei-Tages-Prognose: www.lfu.bayern.de/luft/daten/schadstoffvorhersage/

Informationen zur Entstehung von bodennahem Ozon und zu Abhilfemaßnahmen:
www.lfu.bayern.de/luft/daten/doc/ozoninfo.pdf
www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_47_bodennahes_ozon.pdf

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