Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Transektkartierung 1985 - 1992

Übersichtskarte von Bayern zur Lage der Transekte Bild vergrößern Lage der Transekte in Bayern

Die bayerische Transektkartierung

Vorbemerkung:
Inhaltlich haben sich bei der Neubearbeitung der pnV Karte für Bayern 2009 einige Änderungen zu den Transekten ergeben, so dass sie nicht mehr ganz mit der jetzigen Karte übereinstimmen. In Zweifelsfällen gilt die aktuelle Karte.

Mit der "Übersichtskarte der natürlichen Vegetationsgebiete von Bayern 1:500.000" (SEIBERT 1968) wurde erstmals in Kartenform ein landesweiter Überblick über die bayerischen Vegetationsverhältnisse gegeben. In den folgenden Jahren gewannen Karten der Potentiell Natürlichen Vegetation (PNV) zunehmende Bedeutung bei der Erörterung von Fragen der Vegetationskunde, der Landschaftspflege und des Naturschutzes. Da gleichzeitig auch zahlreiche neue Erkenntnisse zur natürlichen Vegetation in Bayern bekannt wurden, wuchs der Wunsch nach genaueren und größer maßstäblichen PNV-Karten.

Unter Federführung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt wurde 1985 das Konzept der Transektkartierung entwickelt (JANSSEN 1990, JANSSEN & SEIBERT 1991, JANSSEN & BUSHART 1993):

In Anbetracht der großen Flächenausdehnung des Freistaates Bayern und ausgehend von dem Bearbeitungsmaßstab 1:25.000 kam nur eine stichprobenhafte Kartierung in Frage. Es war zunächst mit dem bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) gekoppelt. So wurde für jeden Landkreis ein Transekt (insgesamt 73) erstellt. Damit war auch eine annähernd gleichmäßige Verteilung gewährleistet. Der Alpenraum wurde erst einmal ausgeklammert.

Innerhalb der Landkreise wurden die Transekte (mit einer einheitlichen Größe von 2 km * 10 km) nach den folgenden Gesichtspunkten angeordnet (JANSSEN 1990, JANSSEN & SEIBERT 1991):

  • Erfassung von großflächig typischen Vegetationseinheiten,
  • Erfassung von kleinräumigen, naturraumspezifischen Besonderheiten,
  • Erfassung der charakteristischen Abfolge verschiedener Vegetationstypen,
  • Erfassung von Gebieten, deren Beurteilung der pnV besonders kritisch war,
  • Erfassung von Gebieten, in denen wegen des geringen Bekanntheitsgrades neue Aufschlüsse zu erwarten waren.

Die Transekte liegen meist senkrecht zu markanten Landschaftsabfolgen und erfassen so möglichst viele naturräumliche Einheiten.

Im Gegensatz zur aus der Bodenkundlichen Übersichtskarte abgeleiteten Karte von SEIBERT (1968) wurde die PNV in den Transekten im Gelände ermittelt. Für jede Kartiereinheit wurde ein Formblatt angelegt, auf dem wichtige Standortparameter, kennzeichnende Arten sowie evtl. Ersatzgesellschaften notiert wurden.

Transsekte

Zu jedem Transekt steht ein ca. 1 MB großes zip-File zur Verfügung, das folgende Dateien enthält:

  • Vektor- und Sachdaten (ArcView-shape-Format bestehend aus 3 Dateien mit den Endungen .dbf, .shp, .shx) falls bereits vorhanden
  • Abbildung (jpg) des digitalisierten Transekts mit Legende - falls bereits vorhanden; alternativ gescannte Bilder der handcolorierten Originalkarten
  • Beschreibung des Transekts (pdf)
  • Datenerfassungs-Formblätter mit Informationen zu Arten, Vegetationseinheiten etc. (pdf)
Beispiel eines Transekts Bild vergrößern Beispiel eines Transekts

Für die shape-Files ist ArcView oder ein anderes Geografisches Informationssystem, das shape-Files lesen kann, erforderlich. Ohne dieses Programm muss mit der Abbildung (jpg) gearbeitet werden.

Bei der Wiedergabe von Naturschutz-Fachdaten aus FIS-Natur ist ein Wiedergabevermerk anzubringen, bei pnV-Daten folgender: "Transekt der potenziell natürlichen Vegetation aus dem Bayerischen Fachinformationssystem Naturschutz (FIS-Natur) des Bayer. Landesamts für Umwelt"

Weitere Informationen zu den Transekten finden Sie in:

Mittelfranken

Niederbayern

Oberbayern

Oberfranken

Oberpfalz

Schwaben

Unterfranken