Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Gemeinde Bruckberg, Niederbayern

Der Landschaftsplan schafft Planungssicherheit für Unternehmen und unterstützt rasche Entscheidungen der Kommune.

Anforderungen

Das Gemeindegebiet ist überwiegend durch land- und forstwirtschaftliche Nutzungen geprägt. Durch die Nähe zur Stadt Landshut und zum Flughafen München II und wegen der guten Verkehrsverbindungen nach München (A 92, DB) gewinnt Bruckberg als Wohnstandort zunehmend an Bedeutung. Aufgrund n nennenswerter Vorkommen des seltenen Bodenschatzes "Bentonit" sollen Flächen für den Abbau der Bodenschätze erschlossen werden.

Landschaftsbild
Hochterrassenkante zwischen Niedermoorgebiet und Anstieg ins Hügelland. Die kleinstrukturierte Rankenlandschaft weist eine Vielzahl wertvoller Pflanzen- und Tierarten auf und prägt das Landschaftserleben maßgeblich.


















Der zunehmende Nutzungsdruck auf die landschaftlichen Freiräume erfordert

  • eine gezielte Steuerung der gemeindlichen Entwicklung aus Umweltsicht
  • eine Optimierung der Flächennutzungen für Siedlungsentwicklung und Abbautätigkeiten.

Dabei ist eine intensive Auseinandersetzung mit übergeordneten Planungsvorgaben der Regionalplanung im Gemeindegebiet notwendig: Vorrangflächen für Abbau / Wassererkundungsgebiete des Freistaats Bayern.

Ergebnisse

Ausschnitt Landschaftsplan
Ökokontoflächen (umgrenzt mit der sog. "T-Linie", westlich von Engelsdorf) als Ausgleichsflächen für Baugebiete werden ebenso dargestellt wie großflächige Rekultivierungsflächen der Abbauvorhaben (LBP).
Angrenzend an die bestehenden Biotopflächen im Süden und Westen von Engelsdorf bilden sie zukünftig einen ausgedehnten strukturreichen Ortsrand im Übergang zu den nach wie vor intensiv genutzten landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Der Landschaftsplan

  • schlägt geeignete Standorte für die Ausweisung von attraktiven Wohnbauflächen einschließlich der erforderlichen Ausgleichsflächen vor,
  • konzentriert zukünftige Abbautätigkeiten auf hierfür geeignete "unempfindliche" Flächen und stellt Ausgleichsflächen und Folgenutzungen dar,
  • beugt der Inanspruchnahme naturschutzfachlich wertvoller und landschaftlich attraktiver Räume durch die Darstellung als Flächen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft vor,
  • trägt zum Erhalt und zur Entwicklung einer hohen Freiraumqualität bei.

Der Landschaftsplan der Gemeinde Bruckberg dient Bürgern und Abbauunternehmen als verlässliche Grundlage für weitere Planungsschritte.

Weitere Erfolge

  • Der Landschaftsplan beugt durch frühzeitige Berücksichtigung der Umweltbelange in der kommunalen Planung Konflikten in weiteren Planungsverfahren, z.B. mit dem Naturschutz, vor.
  • Der Landschaftsplan beschleunigt zukünftige Entscheidungsprozesse der Gemeinde und Genehmigungsverfahren für Betreiberfirmen und Investoren. Damit spart er Zeit und Geld für alle Planungsbeteiligten.
  • Der Landschaftsplan trägt zur Sicherung der attraktiven Landschafts- und Erholungsräume bei: hier vor allem der rund 2,5 km entfernten Isaraue, den Hangleitenwäldern und der unmittelbar angrenzenden Hochterrassenkante. Letztere ist direkt von den neuen Siedlungserweiterungen aus zugänglich Hohe Wohn- und Lebensqualität in der Gemeinde stellen entscheidende Aspekte für die Investitionsbereitschaft und die Ansiedlung von Unternehmen dar.

Stimmen zum Landschaftsplan

"Der Landschaftsplan gibt uns einen Gesamtrahmen für Maßnahmen, die die Nachhaltigkeit der Gemeindeentwicklung in den nächsten 20 Jahren bewirken sollen." Wilhelm Hutzenthaler, 1. Bürgermeister

Informationen zur Gemeinde und zum Landschaftsplan

  • Gemeinde Bruckberg
    Rathausplatz 1
    84079 Bruckberg
    Telefon: 08765/9301-0
    Telefax: 08765/9301-22

Gemeindedaten

  • Gemeindegröße: 5.110 ha
  • Einwohner: 5.150
  • Ortsteile: 14

Flächennutzungen

  • Landwirtschaft ca. 57%
  • Forstwirtschaft ca. 31%

Lage in den Naturräumen "Unteres Isartal" und "Donau-Isar-Hügelland"

Die Flächenausweisungen umfassen zum derzeitigen Planungsstand:

  • Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für den Abbau von "Bentonit" ca. 300 ha
  • Neuausweisung von Siedlungsflächen ca. 60 ha
  • Ökokontoflächen und Ausgleichsflächen nach § 1a BauGB ca. 19 ha nach Art. 6a BayNatSchG ca. 18 ha

Daten zum Landschaftsplan

  • 30. Juli 1997 - Aufstellungsbeschluss für Flächennutzungsplan mit gleichzeitiger Neuaufstellung des Landschaftsplanes
  • 14.Okt. 2003 - Billigung des Vorentwurfs Flächennutzungs- und Landschaftsplan
  • Nov. - Dez. 2003 - vorgezogene Bürger- und Fachstellen-Beteiligung
  • 27. Apr. 2004 - Billigung des Entwurfs Flächennutzungs- und Landschaftsplan
  • Mai - Juni 2004 - öffentliche Auslegung und erneute Fachstellen-Beteiligung
  • 26.10.2004 - Rechtswirksamkeit des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan

Bearbeitung

LINKE + KERLING
Landschaftsarchitekten bdla
Landschaft o Städtebau o Freiraum
Papiererstraße 16
84034 Landshut
Ansprechpartner: Marion Linke, Landschaftsarchitektin bdla