Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Flussschotterheiden

Ein Beispiel für Erfolgskontrollen
Lebensraum „Flussschotter-Heiden“

Die sogenannten Flussschotter-Heiden zählen zu den artenreichsten Lebensraumtypen Mitteleuropas. Wie der Name schon andeutet, haben sich die Flussschotterheiden auf den Niederterrassen der dealpinen Flüsse und der Donau in Anpassung an die natürliche Flussdynamik, aber auch unter dem Einfluss von Weidetieren entwickelt. Vor allem durch die Verbauung der Flüsse im 19. und 20. Jahrhundert und durch die Landnutzung ist dieser schützwürdigen Lebensraumtyp heute bis auf wenige Reste verschwunden. Eines der bekanntesten Gebiete ist die Garchinger Heide nördlich von München.

Da die natürliche Flussdynamik als prägendes Element fehlt wird versucht, die letzten verbliebenen Heiden unter Anwendung der Naturschutz-Förderprogramme zu erhalten. In Frage kommen Beweidung und Mahd, z.T. auch Mulchen oder das Abschieben des Oberbodens, um wieder vegetations- und nährstoffarme Bereiche zu schaffen. Die Flussschotter-Heiden sind jedoch je nach standörtlichen Bedingungen durchaus unterschiedlich ausgeprägt: Vom echten, vegetationsarmen Trockenrasen über Halbtrockenrasen, Magerwiesen und Grünland bis hin zu lichten Grauerlen- oder Kieferwäldern findet man zahlreiche Komplexe und Übergänge. Hier sind differenzierte Pflegekonzepte erforderlich, abgestimmt auf die Ansprüche der jeweils charakteristischen Artengemeinschaften.

Erfolgskontrollen trugen dazu bei, die landschaftspflegliche Nutzung auf Flussschotter-Heiden zu optimieren. Dabei wurden auch Ergebnisse aus weiteren Naturschutzprojekten einbezogen. Neben naturschutzfachlichen Erfordernissen wurden dabei auch praktische und ökonomische Anforderungen berücksichtigt.

Die Ergebnisse wurden in einer „Arbeitshilfe zur Erhaltung und Entwicklung von Flussschotterheiden“ zusammengefasst (siehe rechte Spalte).