Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Bayerische Moosforschung und Moose im Internet

Durch den weitgehenden Wegfall der Forschung auf klassisch floristisch-anatomischen Gebieten an Universitäten und Museen, ist das Wissen um die Moose heute zum überwiegenden Teil in der Hand von ehrenamtlich tätigen Botanikern. Man darf nicht vergessen, dass es sich beim Erkennen von Moosen um eine Wissenschaft handelt, bei der man jahrelange Erfahrung und Geländekenntnis braucht, um sichere Bestimmungen durchführen zu können. Die Checklisten, die Roten Listen und die Berichte über schützenswerte Arten können nur noch von wenigen Spezialisten im Land überhaupt bearbeitet werden.

Moosforscher bei der Untersuchung eines Magerrasens Bild vergrössern Moosforscher bei der Untersuchung eines Magerrasens bei Nördlingen. Foto: Oliver Dürhammer

Nachwuchs gibt es durch den Wegfall der entsprechenden Themen in den Lehrplänen der weiterführenden Schulen und an Universitäten derzeit kaum. Deshalb hat sich das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz intensiv dafür eingesetzt die Daten der Moose erfassen zu lassen und die Kapazitäten im Land zu bündeln und eine Infrastruktur (Plattform) zu schaffen für die Daten der floristisch tätigen Forscher. In einem neun Jahre dauernden Projekt (BayFlora-Krpytogamen 2003-2012) wurde diese Infrastruktur angelegt.

Moose im Internet

Auf der Internet-Seite "Moose Deutschlands" ist das Land Bayern mit allen in Bayern tätigen Bryologen für die Öffentlichkeit einsehbar.

Zu jeder Moosart sind die aktuelle Verbreitungskarte, Beschreibungen und Fotografien hinterlegt, die Interessierten diese Gruppe der Pflanzen näher bringen kann. Das Konzept der Internetseite geht aber über Bayern hinaus. Wer sich über die Moose näher informieren möchte, oder einmal im Gelände Moose gezeigt bekommen möchte, kann sich an die auf der Bayernseite stehenden Personen wenden, die kompetent und mit viel Elan die große Welt der kleinen Moose vermitteln können.

Peristomzähne Bild vergrössern Peristomzähne von Schistidium crassipilum. Foto: Oliver Dürhammer