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Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Natur
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur werden aufgrund der komplexen ökologischen Wechselwirkungen noch wenig verstanden. Allerdings existieren deutliche Belege über die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf bestimmte Teilaspekte der Natur . Erhebliche Auswirkungen sind zwangsläufig von der Tatsache abzuleiten, dass sich mit der Veränderung der Klimazonen auch die Vegetationszonen verschieben. Bei einer Temperaturerhöhung von 1°C ist von einer Verschiebung der Vegetationszonen um etwa 200 - 300 Kilometer in Richtung der Pole bzw. um 200 Höhenmeter auszugehen. In Europa existieren mittlerweile Felduntersuchungen und Modellberechnungen, die ein erstes Licht auf die Konsequenzen der Klimaerwärmung auf Lebensräume und Artengemeinschaften werfen. Demnach ist davon auszugehen, dass Artengemeinschaften fragmentiert und neu kombiniert werden; mit teilweisen Verlusten hochangepasster sensibler Arten und Arealausweitungen gewöhnlicher Arten ist zu rechnen. Aber auch Zuwanderungen wärmeliebender Arten etwa aus dem Mittelmeerraum sind bereits heute feststellbar. Die Mittelgebirge werden stärker als das Flachland betroffen sein. Die schwerwiegendsten Auswirkungen zeichnen sich für die Alpen ab: Spezialisierte Pflanzen der Hochlagen werden zunehmend von Pflanzenarten tieferer Lagen verdrängt, wie verschiedene Studien belegen.
Das Bayerische Landesamt für Umwelt sammelt und sichtet Forschungsergebnisse über die Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Landschaft. Wichtige Ergebnisse werden, soweit das heute schon möglich ist, in konzeptionellen Arbeiten für den Naturschutz berücksichtigt. Eine knappe Zusammenfassung einiger aussagekräftiger Ergebnisse aus der Forschung finden Sie im Abschnitt weiterführende Informationen.
