Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Immissionsökologische Dauerbeobachtungsstation

Die Wirkung und Anreicherung von Stoffeinträgen aus der Atmosphäre wird an der immissionsökologischen Dauerbeobachtungsstation ermittelt

Grünkohl als Bioindikator Nachweis organisch-chemischer Verbindungen mit Grünkohl

Grünkohl eignet sich besonders gut zum Nachweis organisch-chemischer Verbindungen (z.B. Dioxine), die sich in der ausgeprägten Wachsschicht der Blätter anreichern. Durch ihre Wuchsform ist die Pflanze gut anströmbar, die Blätter sind stark gekräuselt und bieten daher eine große Oberfläche. Grünkohlpflanzen sind winterhart und können bis in den Dezember als Bioindikator genutzt werden. Das Blattmaterial wird danach im Labor chemisch analysiert.

Weidelgras als Bioindikator Bild vergrößern Nachweis anorganischer Stoffe und organisch-chemischer Verbindungen mit Weidelgras

Mit Graskulturen, die in Pflanztöpfen aufgestellt werden lassen sich vor allem anorganische Stoffe (Metalle) und
organisch-chemische Verbindungen nachweisen. Jede Kultur wird für eine bestimmte Zeit exponiert und danach ihr Graszuwachs auf Stoffanreicherungen aus der Luft im Labor chemisch untersucht. Weidelgraskulturen werden mehrmals hintereinander von Mai bis Oktober exponiert.

Tabak als Bioindikator Bild vergrößern Messstation für Tabakpflanzen

schädigende Wirkung von Ozon auf TabakpflanzenBild vergrößern Nachweis von Ozon mit Tabakpflanzen

Tabak zeigt die Wirkung von Ozon durch ausgebleichte oder bereits abgestorbene Flecken in der Blattfläche. Das gasförmige Ozon reichert sich im Blatt nicht an, seine schädigende Wirkung wird deshalb optisch durch Abschätzen der zerstörten Blattfläche beurteilt.

wet-only-Sammler für Regenwasser Bild vergrößern wet-only-Sammler für Regenwasser

Mit dem sog. wet only-Sammler wird Regenwasser für Laboranalysen gesammelt. Ein über einen Sensor gesteuerter Deckel öffnet sich nur bei nassem Niederschlag (Regen, Schnee). Über einen beheizbaren Trichter wird das Wasser in eine Sammelflasche geleitet. Diese befindet sich in einem Gehäuse, in dem eine konstante Temperatur von 6 bis 10 °C gehalten wird. Nach vier Wochen wird die Flasche ausgetauscht, Regenmenge und Säuregehalt bestimmt und eine Probe davon zur chemischen Analyse ins Labor geschickt.

Bulk-Sammler für nasse und trockene Niederschläge (Staub) Bulk-Sammler für nasse und trockene Niederschläge (Staub)

Ein einfacher gebautes System zur Niederschlagssammlung ist der sog. Bulk-Sammler. Nasse und trockene Niederschläge (Staub) werden hier über einen Trichter in eine Sammelflasche geleitet, die sich in einem doppelwandigen wassergefüllten Rohr (Selbstkühlung) befindet. Um vor zu starker Erwärmung zu schützen, ist alles mit Alufolie verhüllt. Proben werden alle zwei Wochen genommen, vor Ort die Regenmenge, die Temperatur und der Säuregehalt bestimmt. Im Labor folgt eine chemische Analyse der Probe.