Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Vom Umgang mit Wasser

90% des Niederschlagswassers auf den Dachflächen wird aufgefangen und über offene, teilweise bepflanzte Wasserbecken in Sickermulden abgeleitet. Hohe Regenmengen werden in Zisternen zwischengespeichert und können so nach und nach dem Grundwasser zugeführt werden. Das bedeutet, dass nur 10% des Niederschlagswassers, das auf die Gebäude fällt, direkt in die Kanalisation eingeleitet wird.

Die drei entlang der Gebäudeflügel errichteten Wasserbecken sind unterschiedlich gestaltet und verleihen ihrer jeweiligen Umgebung einen eigenen Charakter:

Im "Innenhof" vor den Vortragssaal wurde ein Trockental angelegt, in das bei Starkregen über seitliche Zuflüsse zusätzlich Regenwasser eingeleitet werden kann.

Das bepflanzte, längliche Wassersammelbecken im Bibliothekshof. Bild vergrößern Wassersammelbecken im Bibliothekshof

Im "Bibliothekshof" wird das Dachwasser in ein 100 m langes und 2 m breites, bepflanztes Wasserbecken geleitet und versickert an dessen westlichem Ende in zwei hierfür vorbereiteten Versickerungsmulden.

Im "südlichen Hof" fließt das Dachwasser über kaskadenförmig ausgebildete, teilweise bepflanzte Betonbecken von unterschiedlicher Größe in längsseitig angelegte Versickerungsmulden.

Das Niederschlagswasser wird nicht nur dem Grundwasser zugeführt, um diesen Kreislauf zu schließen, sondern wird in Becken und "Wasserspeichern" in unterschiedlicher Weise erlebbar gemacht.

Das bepflanzte, längliche Wassersammelbecken am südlichen Gebäudeteil des LfU. Bild vergrößern Wassersammelbecken im südlichen Hof