Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Boden, Wasser, Klima

Der Standort des LfU liegt in der weiträumigen nacheiszeitlichen Schotterebene des Lechs zwischen Landsberg und Augsburg, ca. 3km vom Lech entfernt, außerhalb der Flussaue im Bereich der sog. Haunstetter Niederterrasse. Die Bodenverhältnisse sind bestimmt von sehr wasserdurchlässigen Kiesablagerungen mit einer Mächtigkeit von 5-8 m. Diese quartären Schichten unterlagern sandig-schluffige Tertiärsedimente großer Mächtigkeit. Sie bilden an ihrer Oberkante eine wasserstauende Schicht, den ersten Grundwasserhorizont. Der mittlere Grundwasserstand liegt ca. 4m unter Gelände, der Grundwasserhochstand kann bis ca. 2,50m reichen, ist also relativ oberflächennah.

In der Baugrube des Labortraktes erkennt man Kiesuntergrund mit geringer Bodenauflage Bild vergrössern Bodenverhältnisse am Standort in Augsburg

Die obere Bodenschicht (Deckschicht) ist als 20-30cm mächtige Pararendzina ausgebildet, die sich durch zahlreiche Störungen und Bodenauffüllungen (bis 2,00m Tiefe) in Folge früherer baulicher Nutzungen und Kriegszerstörungen als relativ inhomogen darstellt und kiesig bis sandig-tonig ausgebildet sein kann. Typisch für Pararendzinen der Schotterebene ist ein Übergangshorizont zwischen Ober- und Unterboden von 20 bis 40cm Mächtigkeit (sog. Rotlage), der bau- und vegetationstechnisch nur eingeschränkt nutzbar ist.

Das Klima in Augsburg zeigt beim Niederschlag den typischen Verlauf mit einem Maximum des Niederschlags in den Sommermonaten. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt unter 800mm, der Alpenstau macht sich noch kaum bemerkbar. Das langjährige Jahresmittel der Temperatur beträgt ca. 8,5°C. Der Standort selbst ist geprägt von einer relativen Windexposition und häufigen Nebellagen.