Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Pflege der Außenanlagen

Vegetationskonzept

Das Planungskonzept sieht ein vielteiliges Standort-Mosaik mit kleinsträumig unterschiedlichen Standortbedingungen für verschiedenste Pflanzen und Pflanzengesellschaften vor. Teils wurden sie gezielt angepflanzt, angesät oder als Mähgut aus Naturschutzflächen ausgebracht. Und teils wurde ihnen lediglich Raum gegeben, um sich selbst anzusiedeln.

Mit der Zeit entwickelt sich die Vegetation und entfaltet sich ständig weiter. Erst über die Zeit wird das differenzierte Vegetationskonzept erkennbar und es bedarf einer differenzierten Pflege, um es herauszuarbeiten und auf Dauer zu erhalten.

Magerrasen mit Natternkopf im Eingangsbereich Bild vergrößern Magerrasen mit Natternkopf (Echium vulgare) im Eingangsbereich des LfU

Aus vegetationskundlicher Sicht sind es Pflanzengesellschaften der Gras- und Krautschicht, deren Entwicklung und Pflege hier näher vorgestellt werden sollen. Nur wenige Jahre nach der Herstellung handelt es sich dabei noch nicht um ausgereifte Vegetationseinheiten. Die Dauerbeobachtung der Flächen zeigt jedoch, dass sich die verschiedenen Flächen dank der Pflege im Sinne des Konzepts erfreulich entwickeln.

Pflegeplan

Mit der baulichen Fertigstellung der Außenanlagen wurde ein Pflegekonzept erarbeitet, das detaillierte Maßnahmen für ihre Pflege und Wartung enthält. Die Vegetationsflächen stehen dabei im Mittelpunkt. Für jedes der verschiedenen Vegetationselemente werden Entwicklungsziele definiert, die im Verlauf der weiteren Pflege erreicht oder erhalten werden sollen. Daneben gibt es viele Hinweise zum Bauunterhalt von Belagsflächen, Mauern und Wasserbecken sowie technische Informationen zur Herstellung der Außenanlagen.

Übersichtsplan des LfU mit seinen Außenanlagen Bild vergrößern Übersichtsplan der Außenanlagen zur Pflege

Im Rahmen eines mehrjährigen Auftrags wird die Pflege der Vegetationsflächen von einem privaten Fachbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus durchgeführt. Sie wurde nach einem Bieterverfahren und auf Grundlage eines Leistungsverzeichnisses beauftragt, in dem die erforderlichen Pflegeleistungen zusammengestellt sind.

Südseitige Freifläche mit Kräutergarten und Halbtrockenrasen Bild vergrößern Südseitige Freifläche mit Kräutergarten und Halbtrockenrasen

Der fachliche Schwerpunkt bei der Pflege liegt zum einen beim Managment der verschiedenen Wiesenflächen, den Trockenrasen, Halbtrockenrasen und Glatthaferwiesen. Sie sind grundlegender Bestandteil des naturnahen Konzepts, das sich an der Lechheidelandschaft orientiert und umfassen gut 25% der gesamten Grundstücksfläche.

Brachfläche (Pionierbrache) mit Buchs und Gabionenmauer am Gebäude
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Brachfläche (Pionierbrache) mit Buchs und Gabionenmauer am Gebäude

Ein zweiter Schwerpunkt und Besonderheit des Vegetationskonzepts sind die Brachflächen mit gut 10% der Grundstücksfläche, auf denen Spontanvegetation, die sich selbst angesiedelt hat aber nicht sich selbst überlassen werden soll, gezielt zu betreuen ist.

Durchführung der Pflege

In jedem Frühjahr werden bei einer gemeinsamen Begehung aller, die an der Pflege beteiligt sind, flächenscharf die anstehenden Pflegemaßnahmen festgelegt und in einem Protokoll plus Plan dokumentiert. Diese dienen dem Fachbetrieb als konkrete Handlungsanweisung, die termingerecht abzuarbeiten ist. Zusätzlich gibt es Orientierungstermine für den günstigsten Ausführungszeitpunkt der Pflegemaßnahmen, die auf den jeweiligen Vegetationstypen abgestimmt sind. Letztlich sind aber jedes Jahr wieder der Verlauf der Vegetationsentwicklung zu beobachten und der dann günstigste Zeitpunkt jeweils neu zu wählen.

Vegetationstypen im Mittelhof: Brachfläche, Wiese und Wasserbecken
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Vegetationstypen im Mittelhof: Brachfläche, Wiese und Wasserbecken

Die Durchführung der Pflege wird fachlich überwacht, bei Bedarf wird individuell nachgesteuert oder es werden bei einer zweiten Begehung im Sommer zusätzliche Maßnahmen vereinbart. Die Pflegetermine werden aufgeschrieben, so dass für jeden Flächentyp die Entwicklungsgeschichte nachvollziehbar bleibt.

Weiterführende Informationen

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