Naturnahe Lebensräume
Das Landschaftsbild der seit dem Mittelalter durch regelmäßige Beweidung offen gehaltenen und von Magerrasen geprägten Heidelandschaft im Süden von Augsburg wurde als gestalterisches Leitmotiv für die Planung der LfU-Außenanlagen gewählt.
In diesem Sinne wurde beispielsweise im Süden und Westen entlang der Grundstücksgrenzen auf eine durchgehende Heckenbepflanzung verzichtet, um so die typische "weite Sicht" über das Lechfeld zu erhalten.
Auf einigen größeren zusammenhängenden Flächen der LfU-Außenanlagen wurden für die Lechheidelandschaft charakteristische Magerrasengesellschaften initiiert. Zwei als Naturschutzgebiete ausgewiesene Heideflächen (Dürrenastheide und Königsbrunner Heide), die sich im Süden von Augsburg befinden, dienten hierbei als "Spenderflächen" für Pflanzensamen. Diese wurden nach der Mahd der Naturschutzflächen als Samen ("Heudrusch") bzw. zusammen mit dem Heu ("Heumulch") auf das LfU-Gelände übertragen.
Die Dürrenastheide
Silberdistel; Foto: Hannah SchusterDie lechferne Dürrenastheide (Naturschutzgebiet, Größe ca. 4 ha) befindet sich etwa 1 km nordöstlich des LfU. Sie gehört zu den wertvollsten Lechheiden der Umgebung. Seit Anfang der 80er Jahre wird sie regelmäßig durch Mahd gepflegt. Die Vegetation wird hier durch das Grundwasser kaum beeinflusst. Zu den floristischen Besonderheiten zählen Zwerg-Sonnenröschen (Fumana procumbens), Gemeine Kugelblume (Globularia punctata), Gefranster Enzian (Gentiana ciliata) und Silberdistel (Carlina acaulis).
Die Königsbrunner Heide
Rosmarin-Weideröschen auf dem LfU GeländeDie Königsbrunner Heide (Naturschutzgebiet, Größe ca. 10 ha) liegt am südlichen Stadtrand von Augsburg, etwa 5 km vom LfU entfernt. Die seit etwa 10.000 Jahren bestehende Heide gehört zu den wertvollsten Trockenrasen des Lechfeldes. Sie ist oftmals eng mit wechselfeuchten Breichen verzahnt und stellt so eine Besonderheit unter den Heiden dar. Fand früher - wie auf allen Lechheiden - noch eine traditionelle Schafbeweidung statt, so wird die Königsbrunner Heide seit Ende der 70er Jahre nach naturschutzfachlichen Vorstellungen gepflegt.
