Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
Der sparsame Umgang mit Energie und Material, vom Bau bis zur Pflege und Unterhaltung, ist ein zentrales Anliegen der Planung. Durch den Verzicht auf aufwändige Erdbewegungen und die Verwendung des anstehenden Kiesmaterials wurde der Gesamtenergieaufwand bei der Herstellung der Außenanlagen minimiert. Als Füllmaterial für Mauern aus Drahtschotterkästen (Gabionen) diente u.a. der anfallende Betonschutt des Neubaus sowie recycelte Betonplatten aus der Rollbahn der Flugwerft, die sich früher an dieser Stelle befand.
Pflastertypen der LfU-Außenanlage
Um bei Verkehrsflächen die Versiegelung des Bodens möglichst gering zu halten, wurden nur die am stärksten durch den Verkehr belasteten Flächen, insbesondere zum Schutz des Grundwassers, mit einer Asphaltdecke versiegelt ( 25% der Erschließungsfläche).
15% der Erschließungsfläche sind mit Kopfsteinpflaster bzw. Plattenbelag versehen, wobei die meist großen Fugenabstände eine gute Versickerung ermöglichen.
60% der Erschließungsfläche sind als wassergebundene Decke ausgebildet und als mäßig versiegelt einzustufen.
Um die unvermeidbare Bodenversiegelung durch die Errichtung des Dienstgebäudes auszugleichen, wurden 60% der Dachflächen mit einer Dachbegrünung versehen. Die übrigen Dachflächen blieben der Solaranlage vorbehalten.
Auf mehr als vier Fünftel der Grundstücksfläche kann das Regenwasser versickern und unmittelbar dem Grundwasser zufließen. Nur die asphaltierten Flächen entwässern direkt in die Kanalisation.
Das Regenwasser der Dächer wird - teilweise durch die Dachbegrünung verzögert - zunächst über Speicherzisternen in die offenen Wasserbecken der Innenhöfe geleitet. Von dort aus gelangt es über speziell ausgeformte und hydraulisch berechnete Sickermulden in das Grundwasser.
