Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Gehölze, Wiesen und Brachen

Gehölze

Die Anordnung der Gehölze in den Außenanlagen folgt unterschiedlichen Zweckbestimmungen:

Architektonisch- formale Elemente wie rasterförmige Baumpflanzungen, (Haine), Baumreihen und geschnittene Hecken kennzeichnen Aufenthalts- und Funktionsbereiche, z.B. am Haupteingang.

Obstbäume, die das geometrisch geformte Wasserbecken im Bibliothekshof begleiten, geben als allgemeingültiges Sinnbild für Kulturlandschaft diesem Innenhof einen eigenen Charakter. Truppweise gepflanzte Birken bestimmen mit ihrem lichten Laubdach den Innenhof vor dem großen Vortragssaal.

Landschaftliche Strukturen wie Baumgruppen und Gebüsche erinnern an das Landschaftsbild der Lechheiden und finden sich punktuell in den größeren zusammenhängenden Wiesenflächen.

Wiesen

Um den reizvollen Anblick bunt blühender Wiesen aufzugreifen wurden auf 30% der Grundstücksfläche unterschiedliche Wiesengesellschaften angelegt.

Für die Pflanzenwelt wurden vielfältige Standortbedingungen geschaffen, die sich vor allem hinsichtlich der Versorgung mit Nährstoffen oder der Wasserspeicherfähigkeit des Bodens unterscheiden. Langfristig sollen sich hier wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna entwickeln.

Glatthaferwiese im Innenhof. Bild vergrößern Glatthaferwiese im Innenhof

Auf nährstoffreicheren Böden mit guter Wasserspeicherfähigkeit befinden sich artenreiche Wiesen, z.B. Salbei-Glatthaferwiesen (40% Gräser und 60% Kräuter), die zweimal im Jahr gemäht werden.

Magerrasen vor dem südlichen Gebäude des LfU. Bild vergrößern Magerrasen auf der Südseite

Auf ausgesprochen nährstoffarmen und trockenen Bodensubstrat, teilweise auf dem blanken, anstehenden Kiesboden, entwickeln sich Magerrasen. Hierzu wurde Mähgut aus benachbarten, naturschutzfachlich hochwertigen Lechheideflächen mit den darin enthaltenen Pflanzensamen antransportiert und flächig verteilt.

Dachbegrünung auf einer Teilfläche. Bild vergrößern Dachbegrünung

Zusätzlichen Lebensraum für Arten auf extrem mageren und trockenen Standorten bieten die Dachflächen. Für die Dachbegrünung wurde eine spezielle Saatgutmischung einer Fachfirma verwendet.

Die unterschiedlichen Pflanzengesellschaften sind im Übersichtsplan am Ende dieser Seite dargestellt.

Brachen

10% der Grundstücksfläche wurden als Brachflächen belassen, auf denen sich die Vegetation frei entwickeln kann. Aufgrund verschiedener Bodensubstrate ( unterschiedliche Nährstoff- und Wasserversorgung ) und unterschiedlicher Besonnung (z.B. Steinmauer in Süd- und Nordlage) ergibt sich eine außerordentlich hohe Standortvielfalt, die von trocken- warmen Schotterflächen bis zu schattig- feuchten Mauerfüßen ein breites Spektrum umfasst.

Innenhof mit einer Brachfläche. Bild vergrößern Beispiel für ein Kleinrelief in den LfU-Außenanlagen

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