Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Biotopverbund

Gemeine Bläulinge bei der Paarung Bild vergrössern Gemeine Bläulinge bei der Paarung

Die Ansiedlung von Magerrasen, die Offenheit zur Umgebung und das vielfältige Angebot von Lebensräumen und Rückzugsorten machen die Außenanlagen zu einem wichtigen Verbindungsglied im innerstädtischen Biotopverbund zwischen der Lechaue im Osten und der Ackerbaulandschaft im Westen. Ergänzt um weitere strukturenreiche Ausgleichsflächen, die in der unmittelbaren Nachbarschaft angelegt wurden, ist ein wertvoller "Naturort" in der Stadt entstanden, der zahlreiche Arten bereits jetzt beherbergt und ihren Wanderbewegungen offensteht. Selbst die in freier Landschaft inzwischen seltenen Rebhühner sind hier anzutreffen und ab und zu suchen Feldhasen Nahrung und Deckung.

Ausgleichsfläche

2010 bis 2012 wurde das LfU um ein Laborgebäude ergänzt, damit verbunden war der Verlust einer Magerrasenfläche, die bereits viele, teils seltene Pflanzen- und Tierarten aufwies. Ihre Wertigkeit machte einen Ausgleich im Verhältnis von 1 zu 3 erforderlich, was durch Aufwertung und Neugestaltung unmittelbar angrenzender Flächen erreicht werden konnte. Diese Flächen waren noch mit Bodenmieten und Flächenbefestigungen von Vornutzungen belastet und konnten im Zuge dieser Maßnahme entsiegelt und vollflächig zu künftigen Trockenrasenstandorten umgewandelt werden.

Magerrasen, ein Jahr nach der Umsiedlung, im Hintergrund Neubau des Labortrakts Bild vergrössern Umgesiedelter Magerrasen nach einem Jahr

Das Konzept für die Ausgleichsfläche wurde im engen Zusammenwirken und intensiven Dialog mit örtlichen Naturschutzgruppen bereits baubegleitend umgesetzt. Noch vor Baubeginn des Labortrakts wurde dort die oberste Bodenschicht abgetragen und der vorhandene Aufwuchs einschließlich der Bodenfauna auf eine angrenzende Fläche umgesiedelt. Die übrige Ausgleichsfläche wurde schrittweise von 2011 bis 2013 angelegt und mit Mähgut aus Naturschutzgebietsflächen der Lechheide begrünt, um spezielle Magerrasenarten zu übertragen.

Der Ausgleichsgedanke stand bei der Gestaltung der Ausgleichsflächen jedoch nicht für sich, sondern wurde in ein sorgfältig auf den Standort und die Umgebung abgestimmtes Gesamtkonzept eingebettet. Die zahlreichen betonierten Relikte des alten Flugplatzes wie Rollfeld und Hallenfundamente wurden gestalterisch einbezogen und für das Naturschutzkonzept nutzbar gemacht.