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Artenmonitoring Vögel - Einführung
Vogelmonitoring ist die „Volkszählung der Vögel“ in regelmäßigen Zeitintervallen. Um einen landesweiten Überblick zur Entwicklung der Vogelwelt zu erhalten, sind sehr viele MitarbeiterInnen notwendig. Zirka 1.000 EhrenamtlerInnen liefern der Vogelschutzwarte Daten zu Anzahl, Brutbestand und Bruterfolg bayerischer Vogelarten in verschiedenen Programmen. Wichtige Programme sind u.a. das Monitoring häufiger Brutvogelarten der Normallandschaft, die internationale Wasservogelzählung und das Monitoring seltener Brutvogelarten. Für einzelne Arten gibt es in Bayern Artenhilfsprogramme (AHP), bei denen nicht nur der Brutbestand, sondern auch der Bruterfolg gemessen wird und bei denen die Gefährdung analysiert und ein Maßnahmenkonzept erstellt wird. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ist unter anderem für die Artenhilfsprogramme ein wichtiger Kooperationspartner.
Das Artenhilfsprogramm (AHP) Steinadler wird seit 1999 im gesamten Bayerischen Alpenraum durchgeführt. Im Projektgebiet Werdenfelser Land führt die Vogelschutzwarte das Monitoring seit 1981 durch.
Das AHP Wiesenweihe läuft seit 1999 mit Hilfe von EhrenamtlerInnen landesweit. Der Wiesenweihenschutz wurde von ehrenamtlichen Vogelschützern 1994 initiiert. Seit 2006 ist der LBV Vertragspartner.
Das AHP Felsbrüter umfasst seit 2001 Wanderfalke und Uhu. Für den Wanderfalken wurden das Artenhilfsprogramm bereits 1982 ins Leben gerufen. Projektpartner ist der LBV. Erfasst werden alle außeralpinen Vorkommen und das Werdenfelser Land als alpine Probefläche. Der Uhu wird in 4 Projektgebieten erfasst: Nördlicher Frankenjura, Südlicher Frankenjura, Unterfranken (Main) und Werdenfelser Land.
Seit 1984 gibt es das AHP Weißstorch. Kooperationspartner ist der LBV. Jedes Storchenpaar hat einen Horstbetreuer. Diese erheben die Daten und geben sie an die Koordinationsstelle beim LBV weiter. Eine Steuergruppe berät und beschließt Maßnahmen zur Optimierung geeigneter Lebensräume.
Das Flächenprogramm Wiesenbrüter ist im Artikel 13d Absatz 3 des Bayerischen Naturschutzgesetz verankert. In den Jahren 1980, 1986, 1992, 1998 und 2006 wurden die Brutbestände von Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Rotschenkel und in deren Lebensräume auch Bekassine, Wachtelkönig, Braunkehlchen, Wiesenpieper, Grauammer und Kiebitz (teilweise) landesweit erfasst. Zu den ersten drei Arten wurde auch der Bruterfolg ermittelt. Verschiedene Vertragspartner führten die Erfassungen mit Hilfe von jeweils 150-250 EhrenamtlerInnen durch.
