Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Biotopkartierung - Flachland, Stadt

Die Biotopkartierung liefert wichtige Grundlagen für den Naturschutz und trägt dadurch wesentlich zur Erhaltung der ökologisch wertvollen Landschaftsbestandteile für die nachfolgende Generation bei. Die Biotope werden im Gelände in Karten eingezeichnet und dazu ihre wichtigsten Eigenschaften und Merkmale beschrieben. Da nach einheitlichen Vorgaben kartiert wird, erhält man eine bayernweit vergleichbare Übersicht über Lage, Verbreitung, Häufigkeit und Zustand der wertvollen und erhaltenswerten Biotope. Insgesamt wurden von 1985 bis 2010 in Bayern außerhalb der Alpen etwa 4% der Landesfläche als Biotope kartiert, von denen die meisten unter gesetzlichem Schutz (§30 BNatSchG / Art. 23 BayNatSchG) stehen.

Sandmagerrasen Bild vergrößern Sandmagerrasen

Die Biotope werden in verschiedene Biotoptypen unterteilt, die sich aufgrund ihrer Gelände- und Standorteigenschaften, dem Vorkommen von Pflanzenarten und ihren Lebensgemeinschaften sowie ihrer Entstehung voneinander unterscheiden. Bei diesen Biotoptypen handelt es sich zum einen um natürlich entstandene Flächen wie Hochmoore und Felsvegetation sowie zum anderen um Gebiete, die aufgrund früherer landwirtschaftlicher Nutzung (z.B. Hecken und Streuwiesen) oder als Folge von Rohstoffgewinnung (z.B. Abbaustellen) entstanden sind. Hinzu kommen Kartierungseinheiten mit Schwerpunkt im Alpenbereich und den Städten. Die Biotopkartierung Bayern gliedert sich in vier Bereiche: die sogenannte Flachlandkartierung außerhalb der Alpen und Städte, die Alpenbiotopkartierung, die Stadtbiotopkartierung sowie die Erfassung militärischer Liegenschaften. Die Biotopkartierung wurde in Bayern bereits 1977 begonnen.

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