Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Stand Biotopkartierung - Alpen

Die Biotopkartierung Alpen (ABK) ist abgeschlossen. Seit Oktober 2008 stehen nun auch die Ausarbeitungen der letzten Erhebungen, aus dem Landkreis Berchtesgadener Land, zur Verfügung.

Seit 1991 wurde die ABK mit einer Unterbrechung von 1994 - 1997 in den zehn bayerischen Landkreisen mit Alpenanteil durchgeführt.
Es wurden insgesamt rund 7.100 Biotope mit 23.000 Einzelflächen erhoben.

Wie zu erwarten ist die Biotopfläche am jeweiligen Alpenanteil eines Landkreises mit 16-33% wesentlich höher als im Flachland (Gesamtdurchschnitt dort 3,8%).
Generell nehmen die Biotoptypen Alpine Rasen, Fels, Schuttfluren und Latschengebüsche den größten Anteil ein. Diese Biotoptypen sind in den höheren Lagen der Bayer. Alpen nahezu flächendeckend präsent.
Der Anteil der Waldbiotope (ohne Latsche), die unter den Geltungsbereich des § 30 BNatSchG/Art. 23 BayNatSchG fallen, ist mit einem derzeitigen Anteil von 3% im Vergleich zur Gesamtwaldfläche verschwindend gering. Alle geschützten Waldbiotope befinden sich auf Sonderstandorten für das Waldwachstum. Wegen der vorhandenen, extremen Standortsverhältnisse (Trockenheit, Nässe, instabiler Boden), ist dort eine speziell angepasste, vom "Normalwald" abweichende Baumartenzusammensetzung, einschließlich ihres Unterwuchses anzutreffen.

Beeinträchtigungen von Biotopen kommen zwar in den Tallagen gehäuft vor, können aber selbst in abgelegenen Lagen auftreten (z.B. Schafweideproblematik, Almwegebau).
Extensivgrünland ist im Bayerischen Alpenbereich im Vergleich zum Flachland noch in größerem Umfang vorhanden (z.B. 445ha im Alpenanteil des Landkreises Garmisch - Partenkirchen zu 26ha im Flachland). Der Biotoptyp unterliegt jedoch nicht dem Biotopschutz nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz. Er ist von allen Biotoptypen am stärksten schleichenden Verlusten durch Nutzungsintensivierungen, Nutzungseinstellungen oder Nutzungsänderungen (Beweidung statt Mahd) unterworfen.

Weiterführende Informationen

Links