Autochthones Saat- und Pflanzgut
Die heimischen Pflanzenarten haben sich im Laufe einer jahrtausendelangen Entwicklung an ihre Umweltbedingungen angepasst. Abhängig von Klima, Höhenlage, Sonneneinstrahlung, den Bodenverhältnissen und den eiszeitlichen Rückzugsräumen erwarben dieselben Arten in verschiedenen Naturräumen eine voneinander abweichende, regionaltypische genetische Ausstattung.
Diese Arten- und Genotypenvielfalt gilt es zu bewahren und damit eine Verfälschung der regionalen Flora zu verhindern sowie die Vielfalt und Eigenart von Natur und Landschaft zu erhalten.
In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe haben die Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Gesundheit, für Landwirtschaft und Forsten sowie die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hierzu eine Veröffentlichung erarbeitet. Sie enthält naturschutzfachliche Bewertungen sowie darauf aufbauende Empfehlungen zur Verwendung autochthonen Saat- und Pflanzguts mit Hinweisen zur praktischen Umsetzung. Behörden, Kommunen, Verbände, Vereine sowie sonstige Maßnahmenträger, Planer und Privatpersonen sollen durch diese Seiten Anregungen und Hilfestellungen erhalten.
