Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Autochthones Saat- und Pflanzgut

Die heimischen Pflanzenarten haben sich im Laufe einer jahrtausendelangen Entwicklung an ihre Umweltbedingungen angepasst. Abhängig von Klima, Höhenlage, Sonneneinstrahlung, den Bodenverhältnissen und den eiszeitlichen Rückzugsräumen erwarben dieselben Arten in verschiedenen Naturräumen eine voneinander abweichende, regionaltypische genetische Ausstattung.

Außenanlage des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in Augsburg. Dargestellt sind Teile des Gebäudes und der Grünanlage. Bild vergrößern Die Pflanzbereiche der Außenanlagen des LfU in Augsburg wurden mit autochthonem Saatgut, also mit aus örtlichen Herkünften stammendem Saatgut angesät

Diese Arten- und Genotypenvielfalt gilt es zu bewahren und damit eine Verfälschung der regionalen Flora zu verhindern sowie die Vielfalt und Eigenart von Natur und Landschaft zu erhalten.

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe haben die Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Gesundheit, für Landwirtschaft und Forsten sowie die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hierzu eine Veröffentlichung erarbeitet. Sie enthält naturschutzfachliche Bewertungen sowie darauf aufbauende Empfehlungen zur Verwendung autochthonen Saat- und Pflanzguts mit Hinweisen zur praktischen Umsetzung. Behörden, Kommunen, Verbände, Vereine sowie sonstige Maßnahmenträger, Planer und Privatpersonen sollen durch diese Seiten Anregungen und Hilfestellungen erhalten.