Fischotter, Foto Astrid Brillen, piclease Naturbildagentur

Auen in der Planung

Auen in Bayern sind von einer Vielzahl von Planungen der verschiedenen Planungsebenen (landesweit, regional, lokal) betroffen. Sowohl die räumliche Gesamtplanung (Landesplanung und Bauleitplanung) als auch verschiedene Fachplanungen der Wasserwirtschaft, des Naturschutzes, der Forst- und Landwirtschaft formulieren Ziele, die die Auen mehr oder weniger direkt betreffen.

Eine eigenständige Fachplanung für Auen existiert dagegen nicht. Auch mit dem Auenprogramm Bayern wird kein neues Planungsinstrument geschaffen, vielmehr sollen die Ziele des Auenschutzes und der Auenentwicklung bestmöglich in die bestehenden Planungen integriert werden. Dazu ist es notwendig, bei allen Planungsträgern und Beteiligten das entsprechende Bewusstsein zu schaffen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Gewässerentwicklungsplanung ein.

Im Bereich der Fachplanungen finden derzeit durch die Umsetzung der europäischen Richtlinien (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Vogelschutz-Richtlinie, Wasserrahmenrichtlinie) Veränderungen statt, die auch die Auen wesentlich betreffen. Da sich hier verschiedene Bearbeitungseinheiten wie z.B. Natura2000-Gebiete (FFH u. VS-Richtlinie) und Wasserkörper (WRRL) und Bewertungsansätze überlagern sind behördeninterne Abstimmungen notwendig, um Zielkonflikte und Widersprüche in Auen zu verhindern. Das Auenprogramm bietet eine Plattform für diese Abstimmung. Derzeit beschäftigt sich eine ad-hoc-Arbeitsgruppe des LfU mit den Zusammenhängen und Überschneidungen von Gewässerentwicklungsplanung, Wasserrahmenrichtlinie und Natura2000-Gebieten in Auen. Sobald Ergebnisse vorliegen wird an dieser Stelle darüber berichtet.

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